Rettet unseren Traditionsbetrieb Arotur Reisebüro Arosa - Projektblog - Funders
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Crowdsupporting

Rettet unseren Traditionsbetrieb Arotur Reisebüro Arosa

66'310 CHF
6'631'000% Projektbetrag erreicht
290 Unterstützer
Projekt erfolgreich

Fundingschwelle Dieser Betrag muss mindestens erreicht werden, damit das Projekt erfolgreich ist und der Starter die zugesprochenen Gelder erhält.
1 CHF

Fundingziel Hinweis vom Funders-Team: Wir setzten die Fundingschwelle bewusst auf CHF 1 Franken - so stellen wir sicher, dass wirklich jeder einzelne Franken an die Projektstarter geht.
50'000 CHF

Fundingzeitraum In diesem Zeitraum kannst du das Projekt unterstützen.
31.03.20 - 31.05.20

Realisierungszeitraum In diesem Zeitraum möchte der Projektstarter sein Vorhaben in die Tat umsetzen.
2020

29.04.20, 13:27 von beat künzler
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Vielen, vielen Dank TRAVEL INSIDE für diesen Bericht. Die Corona-Krise trifft Arotur in Arosa hart, die Deckung der laufenden Betriebskosten steht für Beat Künzler, Geschäftsführer und Inhaber, im Vordergrund. Die Idee fürs Crowdfunding ist ihm in einer schlaflosen Nacht gekommen. Start-ups würden ja auf diese Weise zu Startkapital kommen und viele kleine Beträge würden am Ende eine beachtliche Summe ergeben. Und tatsächlich: Seit dem Start der Geldsammelaktion Ende März sind bereits CHF 56’090 zusammengekommen (Stand: 27.04.), die Zielsumme von CHF 50’000 ist bereits erreicht, und die Aktion läuft noch bis Ende Mai. Die fast 300 Unterstützer setzten sich aus Kunden und Freunden zusammen, das inhabergeführte Reisebüro kann auf einen Anteil von 95% Stammkundschaft zählen. Doch auch von jenen Dorfbewohnern, die nicht zu seinem Kundenkreis gehören, erfahre Künzler eine riesige Welle der Solidarität, die ihn manchmal fast zu Tränen rühre. 70 bis 80% des Jahresumsatzes im Mai Die Situation in Arosa ist denn auch speziell: Im Bündner Touristendorf mit 2’200 Einwohnern haben schulpflichtige Kinder in der Zwischensaison im Mai vier Wochen Schulferien, um Familien längere Ferien für Auslandreisen zu ermöglichen. Künzler macht 70 bis 80% seines Jahresumsatzes in dieser Zeit. Ein Betrag, der ihm wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie und den Grenzschliessungen nun in der Kasse fehlt. Zudem haben seine Mitarbeiterin und er nun alle Hände damit zu tun, die Buchungen für April und Mai rückgängig zu machen. «Aktuell vernichten wir die ganze Arbeit der letzten fünf Monate und generieren keine Neueinnahmen», so Künzler. Eine Verschiebung in den Spätsommer, in die Herbstferien oder in die Weihnachtsferien ist in Arosa für viele Familien wegen Saisonarbeitsveträgen nicht möglich. In seinen optimistischsten Prognosen rechnet Künzler frühestens im Februar 2021 wieder mit einer Ankurbelung der Neubuchungen für die Zwischensaison 2021. Es gilt also, die Fixkosten der verbleibenden 14 bis 15 Monate irgendwie zu überbrücken. Da hat sich Künzler hingesetzt und eine Betriebskostenrechnung aufgestellt. «Ich wollte wissen, wie viel mich das kostet – mit Löhnen, Büromiete, Versicherungen und weiteren Fixkosten». Nach Abzug der eigenen Reserven, der kleinen Unterstützung vom Staat und den möglichen Einsparungen bleibt im Vergleich zu den durchschnittlichen jährlichen Betriebskosten ein offener Betrag von zirka CHF 50’000. Mit dieser Summe sieht der Geschäftsinhaber eine reelle Chance, die eigene kleine Familie mit der fünfjährigen Tochter und die Mitarbeiterin mit ihrer Familie, zu dem ein Kleinkind gehört, in den kommenden schwierigen Monaten über die Runden zu bringen. So oder so muss er aber seine Kosten noch weiter drücken. Da ihm der Vermieter bei der Miete nicht entgegengekommen ist, hat er den Vertrag gekündigt und muss sich nun ein neues Ladenlokal suchen. Auch ein Nebenjob wird er wahrscheinlich annehmen müssen. Der Reisebüroinhaber möchte andere aus der Branche dazu ermutigen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und offen zu sein für kreative Lösungen. Es sei ein schwieriger Schritt gewesen, sich einzugestehen, dass man es aus eigener Kraft nicht schafft. Jetzt sei er aber über die Massen froh, den Schritt gewagt zu haben. Reisen verkaufen – egal ob im In- oder Ausland Dass Reisebüros ihr Portfolio diesen Sommer nach der Wiedereröffnung mit inländischen Ferienangeboten ergänzen, kann er sich übrigens sehr gut vorstellen. Da müsse sich die Branche vielleicht noch etwas stärker bewegen. Künzler vermittelt nach Bedarf jetzt schon Tickets für den Glacier-Express, Hotels oder Ferienwohnungen in Schweizer Touristengebieten. Die Kompetenzen, um auch inländische Ferienangebote zu verkaufen, habe jedes Reisebüro, ist er überzeugt. Es seien ja nicht nur Destinationskenntnisse gefragt. «Der Kern der Reisebürotätigkeit ist schliesslich die Bedürfnisabklärung. Das ist mein Ding und dem widme ich mich seit dreissig Jahren mit Leidenschaft», hält Künzler fest. (ET) Die Aktion «Rettet unseren Traditionsbetrieb Reisebüro Arotur» ist auf der Plattform funders.ch der Luzerner Kantonalbank zu finden. Für Coronageprüfte verzichtet Funders auf die üblichen 5% Plattformgebühr. Quelle: https://abouttravel.ch/reisebranche/tos-und-retailer/solidaritaetswelle-fuer-betriebsrettung-von-arotur-arosa/
24.04.20, 15:14 von beat künzler
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Was macht ein Reisebüro in Zeiten, in denen wir corona-bedingt nicht reisen sollen und aufgrund der praktisch überall geschlossenen Grenzen auch gar nicht können? «Wir machen unsere gesamte Arbeit vom letzten Herbst rückgängig. Böse gesagt heisst das, wir vernichten das ganze Einkommen, das wir seit Herbst generiert haben, und es kommt kein neues rein», sagt Beat Künzler, Geschäftsführer des Reisebüros Arotur in Arosa. Ihn trifft die Corona-Krise besonders hart, denn fast alle Aroser gehen traditionell zwischen Ende April und Mitte Juni in die Ferien. Da die Meisten selbst im Tourismus arbeiten, ist das die einzige Zeit des Jahres, in der sie Ferien machen können. Sprich: Damit sind für Arotur zwischen 70 und 80 Prozent des gesamten Jahresumsatzes weggebrochen. Was dazukommt: «Seit Mitte März haben wir keine neuen Buchungen mehr. Nichts. Und das in einer Phase, in der wir sonst den ganzen Tag Bestätigungen schreiben.» Er fügt hinzu: «Ich gehe seit 30 Jahren nach jedem Wochenende gern zum Arbeiten. Was gibt es Spannenderes, als den Leuten die schönsten Wochen des Jahres zu verkaufen?» Doch jetzt geht es nur noch um Rückabwicklungen. «Und da wir unsere Kommission nur bekommen, wenn Reisen auch stattfinden, arbeiten wir zurzeit für null. Das heisst: Für alles, was wir bisher gearbeitet haben, bekommen wir nicht nur keine Kommission, sondern wir machen stattdessen mit der Stornierung die doppelte Arbeit und bekommen nichts.» Als die ersten Nachrichten über die neue Viruserkrankung in China aufkamen, hatte auch Beat Künzler noch nicht damit gerechnet, dass sich daraus eine Pandemie mit derart weitreichenden Folgen entwickeln würde. «Ich habe mir überlegt, wie das damals mit SARS war, dass es vielleicht wieder in die Richtung gehen würde, beschränkt auf China und die umliegenden Länder. Man weiss bei China halt nie, was dort wirklich kommuniziert wird. Als dann die Grenzen zugingen, war es mir klar, dass das grosse Folgen für den ganzen Tourismus haben würde, und zwar weltweit.» Auch bei seinen Kunden kam schnell Unsicherheit auf – und die ist bis heute geblieben, «denn wir wissen ja alle nicht, wann die Grenzen wieder aufgehen und man wieder reisen kann». Und so kommen die Fragen auf: Was können wir machen? Können wir verschieben? Oder bekommen wird das Geld zurück? Aktuell, erklärt Beat Künzler, haben die meisten Veranstalter und viele Fluggesellschaften alle Reisen bis zum Startpunkt 30. April abgesagt. Entweder kann man gar nicht einreisen oder man müsste danach für zwei Wochen in Quarantäne – was in den Ferien wenig Sinn machen würde. «Das wird nun Woche für Woche neu eingeschätzt.» Dabei geht es letztlich um die Machbarkeit der Reise. Wenn die Leistungen (Flug, Hotel etc.) erbracht werden können, ist die Reise grundsätzlich durchführbar. Wenn von einem Paket ein Teil nicht machbar ist, sei es der Flug oder die Einreise, dann kann die Reise nicht stattfinden. «Kein Land würde jetzt sagen, dass bis Ende Juni gar niemand mehr kommen darf. Alle sind am Zuwarten. Man muss jetzt einfach Geduld haben«, sagt Beat Künzler. Für ihn war klar, nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben, sondern selbst aktiv zu werden. So kam er auf die Idee, mithilfe einer Crowdfunding-Plattform Gelder zu generieren. Und war vom grossen Erfolg selbst überrascht: «Ich bin oft den Tränen nahe, wenn ich sehe, wie Viele mich unterstützen, Geschäftspartner und Kunden, Verwandte und Bekannte, aus der ganzen Schweiz und selbst aus dem nahen Ausland. Das gibt mir sehr viel Hoffnung, die Krise zu überstehen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.» 50 000 Franken strebt er mit der Aktion an. «Dann können wir, zusammen mit allen anderen Massnahmen als Betrieb überleben und damit die Existenz von zwei Familien sichern.» Ein Reisebüro in Zeiten der Corona-Pandemie Von Uwe Oster von der Aroser Zeitung - vielen Dank.
07.04.20, 10:30 von beat künzler
Es geschieht Unglaubliches. Vielen, vielen Dank euch allen für die tolle Unterstützung, welche wir als Kleinstunternehmen erleben dürfen. Bereits 232 Unterstützer und knapp über CHF 40'000. Dies übersteigt meine kühnste Erwartungen. HERZLICHEN DANK. Gestern sind wir vom TV Südostschweiz interviewt worden und demnächst soll noch einen Zeitungsbericht publiziert werden. Wir bleiben am Ball. Herzliche Grüsse und "bliebend gsund" In Liebe, euer Reisebüro Arotur Arosa Beat