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Start-up mit Liebe zur Bierkultur: Interview mit Soo. Bier über ihre Crowdlending-Kampagne

12.04.2019 um 10:08 von Phil 2 Kommentar(e)

Soo. Bier ist eine junge, regionale Kleinbrauerei aus Sursee, die schon mehrere internationale und nationale Auszeichnungen gewonnen hat. Im Sommer 2018 hat die Mikrobrauerei erfolgreich eine Crowdlending-Kampagne auf Funders durchgeführt. Das Ziel: Ein gesundes Wachstum sicherzustellen und gleichzeitig die Bierkultur weiter zu fördern. Wie geht es ihnen nach dem erfolgreichen Crowdlending? Das erfährst du in unserem Interview mit der Geschäftsführerin Karin Wagemann.

Die Projektstarter …über ihre Brauerei und ihr Bier

Letzten Sommer habt ihr erfolgreich euer Crowdlending-Projekt finanziert. Euer Ziel war es, euren Eventbereich auszubauen und eine/n Nachwuchsbrauer/in auszubilden. Wie geht es euch ein halbes Jahr später?
Die ersten Schritte haben wir bereits umgesetzt. Im November wurde unsere Küche fertig. Es fällt uns nun viel einfacher, unsere Gäste bei uns zu bewirten. Auch hat unser Braumeister den Berufsbildnerkurs absolviert und ist nun befähigt, Lernende auszubilden. Für die Lehrstelle im Sommer 2019 haben wir bereits eine ideale Kandidatin gefunden.

Wie hat euch der Kampagnen-Erfolg dabei geholfen?
Natürlich hat uns die Kampagne sehr geholfen. Wir sind dadurch im Bekanntheitsgrad gestiegen und haben Anfragen von Leuten erhalten, die interessiert sind, bei uns eine Ausbildung zu machen.

Erzählt bitte etwas von euch: Wie ist eure Brauerei entstanden?
Alex Oleschinsky kommt ursprünglich aus Bayern. Als er der Liebe wegen vor über 10 Jahren in die Schweiz gekommen ist und Karin Wagemann ihm das schöne Städtli Sursee gezeigt hat, war er überzeugt, dass hier eine Brauerei hin gehört. Als Alex einige Jahre später während seinem MBA an der HSLU (Hochschule Luzern) den Auftrag erhalten hat, in einer Gruppenarbeit einen Businessplan für ein neues Unternehmen zu schreiben, war für ihn klar: Wir machen den Businessplan für Soorser Bier! Ja, und als dieser dann fertig war, hat es uns gepackt.

Was hat euch letztlich überzeugt, die Idee in die Tat umzusetzen und die Brauerei zu gründen?
Einerseits natürlich unser Herzblut, das wir in die Idee investiert haben. Und die Leidenschaft, die damit verbunden ist. Andererseits auch viele Leute in unserem Bekanntenkreis, die uns motiviert haben.

 
Biersommelière und Geschäftsführerin – Karin Wagemann von Soo. Bier. 

Ihr habt schon zahlreiche Preise erhalten. Gerade kürzlich seid ihr beispielsweise auf falstaff.ch zur drittbeliebtesten Mikrobrauererei der Schweiz gewählt worden. Dazu natürlich herzliche Gratulation! Was macht euer Bier besonders?
Die Frage stellt man nur, wenn man unser Bier noch nie probiert hat! Nein, Spass beiseite. Wir brauen mit sehr viel Liebe und Handarbeit und legen dabei höchsten Wert auf Qualität. Gleichzeitig brauen wir Biere mit dem Gewissen Etwas, ohne aber den Durchschnittslagerbiertrinker oder die eingefleischte Lagerbierliebhaberin zu erschrecken. Wir leben die Nähe zum Kunden, haben eine total offene Brauerei, in der man uns bei jedem Arbeitsschritt über die Schultern schauen kann. An Kursen oder Brauereiführungen erzählen wir den Leuten die Geschichten hinter unseren Bieren und sind an vielen Anlässen in der Region präsent.

Woher kommt eure Faszination für Bier und warum ist euch die Bierkultur wichtig?
Wer sich etwas eingehender mit Bier beschäftigt, merkt sehr schnell, wie reich die Biervielfalt und die Kombinationsmöglichkeiten sind. Da ist die Faszination sehr schnell geweckt. Durch viele Reisen und den Besuch in Brauereien rund um den Globus sieht und schmeckt man, wie universell Bier ist. Die Bierkultur ist schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Bier ist eben nicht nur ein Durstlöscher, sondern ein Genussmittel, das Menschen an einen Tisch bringt.

Der Blick nach vorne: Was können wir in Zukunft von euch erwarten?
In unserer Ideenküche brodelt es ständig. Wir werden auch dieses Jahr wieder einige Biere unter unserem Label soo. kreativ auf den Markt bringen. Bierstile, die hier nicht so verbreitet sind und Lust auf mehr machen.

…über ihr Crowdfunding-Projekt

Warum habt ihr euch entschlossen, euer Vorhaben über Crowdlending zu finanzieren?
Es war für uns spannend, etwas ganz Neues auszuprobieren. Wir hatten ja nichts zu verlieren und haben uns vor allem eine grössere Bekanntheit erhofft.

Welchen Vorteil hat euch die Finanzierung über Crowdlending gebracht?
Sicherlich die erwünschte grössere Bekanntheit. Ausserdem wurden die Leute darauf aufmerksam, dass man bei uns noch Aktien zeichnen kann, sodass unsere Familie von Brauereimitbesitzerinnen und -mitbesitzern stetig anwächst.

Was war ausschlaggebend, Funders zu wählen?
Funders ist eine tolle, innovative Plattform und die Betreuung ist einfach unschlagbar!

 
Liebe geht durch den Magen: Soo. Bier liebt, lebt und pflegt die Bierkultur.

Ihr habt euer Zielbetrag von 60'000 Franken schnell beisammen gehabt. Schlussendlich bestanden sogar Zusagen in der Höhe von 142'300 Franken, die per Auktionsverfahren zugeteilt worden sind. Wie sehr hat euch die positive Resonanz überrascht?
Ehrlich? Wir waren total aus dem Häuschen, als wir gemerkt haben, wie schnell es vorwärts geht. Damit haben wir in keinster Weise gerechnet.

Was war euer Erfolgsgeheimnis? Wie habt ihr es geschafft, so eine breite Unterstützung zu erhalten?
Wir wissen es nicht. Ich denke aber, dass es sicherlich damit zu tun hat, dass wir die Bierkultur leben und es uns ein grosses Anliegen ist, unser Wissen weiterzugeben.

Was würdet ihr rückblickend anders machen?
Das auf Funders hochgeladene Video haben wir selber innerhalb von einer Stunde über Mittag gefilmt und geschnitten. Das würden wir sicherlich etwas professioneller gestalten.

Welche Tipps habt ihr für andere Starter?
Wichtig sind Leidenschaft, für das, was man tut. Viel Durchhaltewillen und trotz vielen Nachtschichten eine gute Work-Life-Balance. Und ganz wichtig: Fragen kostet nichts. Also klopft überall an, wo ihr denkt, ihr könntet Antwort auf eure Fragen bekommen.

Das wollten wir schon immer einmal sagen:
Soo. geht Bier.

Über Soo. Bier:

Die Soorser Bier AG wurde 2015 von Karin Wagemann, Herbert Blum und Alexander Oleschinsky in Sursee gegründet. Mittlerweile besteht die Aktiengesellschaft aus über 500 Aktionären, d.h. Brauereimitbesitzerinnen und -mitbesitzer. Es können immer noch Aktien gezeichnet werden.

Karin Wagemann ist Diplom Biersommelière und die Geschäftsführerin von Soo. Bier. Alle Biere von Soo. Bier werden am Standort in Sursee von Diplom Braumeister Andreas Quendt gebraut. Über den hauseigenen Onlineshop können die Biere in die ganze Schweiz verschickt werden.

soobier.ch

2 Kommentar(e)

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