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Interview mit den Startern hinter der Outdoorlampe «anod | Unilaiz»

25.10.2017 um 10:38 von Phil 0 Kommentar(e)

Die anod | Unilaiz ist eine helle Outdoorsportlampe, entwickelt von und fĂĽr Freerider. Das Ziel: die Eigenschaften "hell" und "kompakt" in einem Modell vereinen. Mittels Crowdfunding auf Funders  konnten die drei Obwaldner Starter die Lampe zu einem serienreifen Produkt weiterentwickeln und mit der Fertigung starten. Zudem konnten sie das Halterungskonzept detailliert ausarbeiten und umsetzen. Wir trafen die drei zum Interview.

Die Projektstarter …über ihre Outdoorlampe

Die anod-Unilaiz ist seit August 2017 erhältlich. Wie zufrieden seid ihr mit der bisherigen Nachfrage?
Mit dem bisherigen Verkauf sind wir zufrieden, wobei wir uns als Jungunternehmer natürlich über jede weitere verkaufte Unilaiz freuen. Seit Sommer 2017 sind die Serienlampen direkt bei uns erhältlich. Ab Mitte November werden sie auch neben unserer anod-Laiz (dem Vorgängerprodukt) in den Ladenlokalen einer grossen Schweizer Outdoorsport-Kette erhältlich sein.

Wie ist die Idee zur Unilaiz entstanden? Und was hat euch ĂĽberzeugt, die Idee auch wirklich in die Tat umzusetzen?
Die Unilaiz ist die kleinere Schwester der Laiz, unseres Vorgängerproduktes. Sie entstand auf der Basis unserer entwickelten Technologie und der gesammelten Erfahrungen mit der Laiz. So zeigte sich, dass eine kleinere und multifunktional einsetzbare Leuchte für viele interessant wäre.

Was unterscheidet eure Lampe von anderen Outdoorlampen, was macht sie besonders?
Durch die mögliche Verwendung mit diversem Zubehör vereint die Unilaiz einige Anwendungen in einem einzigen Produkt. Beispielsweise kann sie „nackt“ als Handtaschenlampe verwendet werden. In Kombination mit den mitgelieferten Halterungen wird sie zur Stirn- bzw. Velolampe. Und mit unserem Leuchtpilz-Aufsatz kann sie eine gemütliche Runde beim Campen als Tischbeleuchtung aufhellen.

 
Viele Anwendungen in einem einzigen Produkt: die anod | Unilaiz.

Eure Lampe ist (wie eure gesamte Produktpalette) fĂĽr Freedrider, Outdoorbegeisterte und Abenteurer. Was sagen sie zu eurer Lampe?
Unsere ersten Nutzer sind vor allem von der breiten Einsetzbarkeit und der kompakten Bauform begeistert. Speziell die rasche Montier- und Demontierbarkeit auf dem Velolenker, sowie der mitgelieferte Leuchtpilz begeistern.

Warum «Unilaiz»? Was bedeutet der Name?
«Laiz» ist ein alter Begriff aus dem Obwaldner Dialekt und steht sinnbildlich für helles Licht oder eine Stichflamme. Mit dieser Bedeutung und in Bezug auf das englische Wort «light», gepaart mit unserer Standortverbundenheit, betrachteten wir dies als eine passende Bezeichnung.

Ein Blick in die Glaskugel: Welche Neuheiten können wir in Zukunft von euch erwarten?
Es sind weitere Produktideen im Bereich Sport-/Outdoorbeleuchtung im Köcher. Aber auch ergänzende Anwendungen. Mehr können und wollen wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht preisgeben, auch um den Spannungsbogen etwas zu halten.

…über ihr Crowdfunding-Projekt

Warum habt ihr euch entschlossen, euer Projekt ĂĽber Crowdfunding zu finanzieren?
Wir haben bereits unser erstes eigenes Produkt über ein privates Crowdfunding finanziert. Crowdfunding ermöglicht zum einen natürlich eine Kapitalbeschaffung. Aber was noch viel wichtiger ist: Mit der Kampagne konnten wir einen ersten Eindruck über die Akzeptanz für unser Produkt sammeln.

Was war ausschlaggebend, Funders zu wählen?
Die Lancierung der Plattform im Kanton Obwalden passte vom Zeitpunkt her sehr gut mit unserer Planung zur Markteinführung zusammen. Die Plattform ist regional gut vernetzt und die Ansprechpartner in unserer Nähe. Das bot uns somit die Möglichkeit, rasch und authentisch eine Kampagne aufzubauen – im Gegensatz zu internationalen Plattformen, wo alles auf Englisch erarbeitet werden muss.

Ihr habt euer Fundingziel von 8500 Franken sogar ĂĽbertroffen und 9923 Franken gesammelt. Worin lag euer Erfolgsrezept?
Anhand der Rückmeldungen gehen wir davon aus, dass das Produkt und die Gegenleistungen gepaart mit dem Witz des Videos zum Erfolg führten. Wir haben uns aber auch vorgängig einen Kommunikationsplan für die Laufzeit der Kampagne zurechtgelegt und gezielt Beiträge speziell über Social Media kommuniziert.

 
Selbst begeisterte Freerider: die Anod-GrĂĽnder Michèl Odermatt und Samuel Friedrich. 

Was wĂĽrdet ihr rĂĽckblickend anders machen?
Nicht viel, wir sind eigentlich ziemlich zufrieden mit der Erreichung der Zielsetzung. Wir haben uns natürlich nachträglich überlegt, ob da noch mehr gegangen wäre und wir die Zielsetzung hätten höher legen sollen. Wir sind aber zum Schluss gekommen, dass gerade eine ehrliche Zielsetzung und ein authentisches Video zum Erfolg geführt haben.

Ihr habt attraktive Gegenleistungen angeboten. Mit der Gegenleistung «Freund für einen Tag» konnten Unterstützer sogar euren Praktikanten Gsponer für einen Tag mieten – und ein Unterstützer hat diese Gegenleistung tatsächlich gewählt. Welche Aufgaben musste Gsponer übernehmen?
Ja, das war wohl die Gegenleistung, welche die grösste Resonanz ausgelöst hat. Gsponer wurde von der Windisch Veranstaltungstechnik, der Firma eines Freundes von uns, „gemietet“. Bisher hat die Firma die Gegenleistung noch nicht eingelöst. Zur Diskussion stehen aber 500 Kunststoffboxen, bei denen die Beschriftungskleber abgelöst und mit dem neuen Logo versehen werden sollen. Wir sind jedenfalls noch im Austausch, was da spannendes auf Samuel Gsponer zukommt. Übrigens: Gsponer ist mittlerweile nicht mehr Praktikant und fest im Team integriert. :-)

Habt ihr Tipps fĂĽr andere Starter?
Aus unserer Sicht ist eine funktionsfähige Lösung die Grundlage. Diese in eine stimmige Story zu verpacken ist das A und O für den Erfolg der Kampagne. Dann nehme man etwas Witz, verliere jedoch nie die Seriosität, verpacke das Ganze in ein höchstens drei Minuten dauerndes Video und biete tolle Gegenleistungen. So sollte die Kampagne auch gelingen.

Das wollten wir schon immer einmal sagen:
Vielen Dank an Funders und vor allem an all unsere Unterstützer. Ohne euch hätten wir die Unilaiz nicht so rasch umsetzen können. Merci!

Ăśber anod

Hinter anod steht das junge Ingenieurbüro «2point engineering GmbH» aus Alpnach, das die Outdoorprodukte entwickelt. Inspiriert werden die Ingenieure, selbst begeisterte Freerider, draussen in der Natur. Die Unternehmer setzen sich bewusst mit der Nachhaltigkeit ihrer Produkte auseinander und versuchen, den Materialverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren, recycelbare oder alternative Rohstoffe einzusetzen und die Distanz zwischen ihnen und ihren Zulieferern so kurz wie möglich zu halten. Wo möglich, setzen sie auf Zulieferer aus der Region Zentralschweiz. Die Entwicklung und Montage erfolgt in ihrer Manufaktur in Alpnach.

www.anod.ch

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