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Interview mit den Siegern des 1. Funders-Awards

09.05.2019 um 08:17 von Phil 0 Kommentar(e)

Die gemeinnützige Organisation HISON hat diesen März den mit 5'000 Franken dortierten Funders-Award gewonnen. Was macht die Organisation mit dem Geld und was sind ihre nächsten Pläne? Das verrät uns die Präsidentin Doris Schnyder in einem kurzen Interview.

Doris, ihr habt den 1. Funders-Award gewonnen. Wie fühlt ihr euch seit dem Sieg?
Zuerst haben wir uns mal riesig gefreut – und dann nochmals gefreut. :-) Der Sieg hat uns Selbstvertrauen für die Zukunft gegeben. Er hat uns auch neue Motivation im Team gegeben. Denn manchmal ist es wirklich viel Arbeit, die in der Freizeit gemacht wird.

Wir werden nun auch einen öffentlichen Abend am 22. Mai 2019 durchführen, um den Sieg ein wenig zu feiern und zu erzählen, was genau mit dem Geld gemacht wurde. Wir hoffen auf viele Teilnehmende.

Wie sehr hat euch der Erfolg überrascht?
Sehr! Wir haben nicht daran geglaubt, dass wir gegen einen SC Kriens gewinnen können. Wir sind ja doch nur eine kleine Organisation und alle arbeiten in der Freizeit fürs Projekt.

Was denkst du: Was war das Geheimnis eures Erfolges?
Wir sind als Team zusammengestanden und sind glaubwürdig. Auch glaube ich, dass wir eine wirklich gute, sinnvolle Sache haben. Es lohnt sich, sie zu unterstützen. Die Leute sehen unser Herzblut darin.

Wie habt ihr es geschafft, eure Crowd für den Award zu mobilisieren?
Wir waren sehr aktiv, alle vom Vorstand und die dazu gehörenden Familien. So waren unsere Unterstützerinnen und Unterstützer bereit, als es mit dem Voting losging. Und eben, die Sache an sich hat überzeugt.

 
Pure Freude: Doris Schnyder (3.v.r.) und das HISON-Team am Abend des Funders-Awards. 

Was macht ihr nun mit dem Preisgeld von 5'000 Franken?
Wir waren bereits wieder im April in Burkina Faso und dieses Land kann jede Hilfe gebrauchen. Wir möchten gerne weiterbauen, nachdem die ersten Schulgebäude fertig sind und der Schulbetrieb bereits letztes Jahr begonnen hat. Es fehlt aber noch einiges, bevor wir anfangen können. Wir müssen total etwa 10'000 Franken haben, also nochmals ca. 5'000 Franken um auch alles Weitere (Mauer, Tore usw.) fertig zu machen.

Wie hat euch der Gewinn des Funders-Awards geholfen?
Es sind noch keine nennbaren Effekte entstanden. Aber ich denke, es ist auch schwierig, das genau auseinanderzuhalten. Sicher ist gerade auch durch die Zeitungsartikel mehr Bekanntheit entstanden, es entsteht ein Wiedererkennungswert. So oder so ist es ein Gewinn für uns.

Welche Projekte stehen für euch als nächstes an?
Wir würden wie erwähnt bei Gelegenheit gerne noch die letzten drei Schulzimmer bauen [Anm.: weitere Details siehe Beschreibung weiter unten]. Was ebenfalls dringend nötig ist, ist ein Brunnen. Als wir im April dort waren, hatten wir immer Temperaturen zwischen 40 und 43 Grad. Die Wasserversorgung vom Staat fällt täglich über mehrere Stunden aus. So sind die Kinder ohne Wasser. Der Brunnen würde dieses Problem lösen, kostet aber wieder ca. 15'000 Franken. Und dann haben wir noch einige andere Ideen, beispielsweise was die Berufsbildung betrifft.

Werdet ihr auch in Zukunft wieder eine Crowdfunding-Kampagne durchführen, um grössere Projekte zu finanzieren?
Das können wir uns sehr gut vorstellen. Beim nächsten Mal wissen wir dann auch, worauf wir uns einlassen. :-)

Was wir noch sagen wollten…
Wir danken allen, die uns unterstützt haben beim Crowdfunding, gerade auch die Funders-Mitarbeiter der NKB, die uns während der Kampagne begleitet haben. Dann hoffen wir sehr, dass uns der Gewinn des Funders-Awards und auch die vorangegangene Crowdfunding-Kampagne auch etwas helfen werden, um an grössere Beträge zu kommen. Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Und jetzt wird das Land durch den IS von Mali her zusätzlich so geschüttelt. Die Burkinabe sind so liebenswerte Menschen und ihr Leben ist hart. Wir freuen uns, wenn wir sie unterstützen und ihnen zur Seite stehen können. Und auf das hoffen wir noch viele Male.

Der letzte Besuch im April war wirklich sehr ermutigend. Und die Menschen dort waren so dankbar, dass wir ihnen helfen und weiterhin helfen werden. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es für die Menschen dort umso wichtiger zu wissen, dass sie mit mit den Problemen nicht alleine stehen.

Über das Projekt von HISON: Schulhausbau in Burkina Faso

HISON ist die Abkürzung für „Help the Isolated Needy“ (Hilfe für Bedürftige). Der Verein unterstützt Hilfsbedürftige in Ghana und Burkina Faso. Auf Funders hat der Verein ein Projekt zum Bau eines Schulgebäudes mit drei Klassenzimmern inklusive der Inneneinrichtung erfolgreich finanziert. Für diese Kampagne hat HISON den ersten Funders-Award gewonnen. 

www.funders.ch/hison 
www.hison.ch

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