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10 Tipps, damit dein Crowdfunding-Projekt garantiert misslingt

05.12.2019 um 12:27 von Phil 0 Kommentar(e)

Crowdfunding bringt auch in der Schweiz viele Projekte zum Erfolg. Das ist dir zuwider? Dann lies jetzt weiter. Im folgenden Blogbeitrag geben wir dir zehn Tipps, wie du potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer abschreckst und deine Kampagne garantiert misslingt.

1. Packe dein Crowdfunding-Projekt erst zwei Wochen vor dem gewünschten Start an

Eine Crowdfunding-Kampagne bedarf einer Vorlaufzeit von etwa drei Monaten? Papperlapapp! Wenn du dich entscheidest ein Projekt umzusetzen, dann setze es am besten innerhalb der nächsten zwei Wochen um! Sei spontan, die Kurzfristigkeit und fehlende Planung bringt die nötige Würze und Unsicherheit in deine Kampagne.

Damit dein Crowdfunding-Projekt richtig misslingt, verzichtest du am besten auf jede Vorbereitung. Ein Crowdfunding-Projekt vorbereiten? Völlig überbewertet!  

Bild: Sam Solomon über Unsplash


2. Mehr ist mehr! Setze dein Crowdfundingziel möglichst hoch.

Wer hoch hinaus will, muss seine Ziele auch hoch setzen. Das gilt nicht zuletzt für deinen gesuchten Betrag. Setze ihn also so hoch wie möglich an. Berücksichtige auf keinen Fall die Grösse deiner bestehenden Crowd und deiner potenziellen Interessenten und Unterstützer. Geschweige denn die realistische Marktgrösse. Du setzt schliesslich dein Projekt um. Da kannst du ruhig deinen Traumbetrag festlegen.


3. Lege deine Massnahmen und deine Kanäle spontan fest

Entscheide stets spontan, welche Inhalte du auf welchen Kanälen und zu welchem Zeitpunkt teilen möchtest. Ein vorgängiger Plan der gesamten Kampagne inklusive der wichtigsten Meilensteine (beispielsweise bei Erreichen von einem Viertel oder der Hälfte deines gesuchten Betrags etc.) und das Zusammenstellen deiner wichtigsten Botschaften und Bilder erspart dir ansonsten nur Arbeit während deiner Kampagne. Auch die vorgängige Festlegung deiner Kanäle verhindert nur Spontaneität. Denn wer will in einem begrenzten Zeitraum schon zielgerichtet vorgehen? Eben.


4. Baue deine Community erst nach dem Kampagnenstart auf

Was für die Massnahmenplanung gilt, gilt natürlich auch für deine Community. Experten behaupten gerne, es sei wichtig, bereits vorgängig eine Community für eine Crowdfunding-Kampagne und eine Idee aufzubauen. Ach was! Die breite Unterstützung wird sich schon wie von Geisterhand während deiner Kampagne ergeben. Erstelle deine Fanpage, deine Social-Media-Profile oder deine Website also am besten erst nach dem Kampagnenstart und aktiviere deine Crowd auf keinen Fall bereits vorgängig. Ein gutes Projekt braucht doch keine Initialzündung, die ihm Schwung bereitet!

Eine Community kann dir gleich zu Beginn deines Crowdfunding-Projekts Schub verleihen. Aber wer will das schon?Wer will schon von der Kraft der Crowd profitieren und einen Anfangsboost erhalten?  

Bild: Jonas Jacobsson über Unsplash


5. Verwende ein Video, das nichts mit deinem Crowdfunding-Projekt zu tun hat

Zu wissen, worum es in deinem Projekt geht und wer hinter dem Projekt steht, wird völlig überbewertet. Auch eine kurze, persönliche Botschaft ist nichts, was man von einem Projektstarter erwarten kann. Du willst schliesslich nur Geld von anderen Personen! Verwende also irgendein Video als Aushängeschild für deine Kampagne. Beispielsweise eines vergangenen Events. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache es erfährt niemand etwas zu deinem Projekt oder zu dir und deiner Motivation. Und hinterlege bloss nicht deinen Projektlink!


6. Mehr ist noch mehr! Verpacke in deiner Projektbeschreibung jedes noch so kleine Detail 

Was du beim Video sparst, kannst du dafür umso detaillierter in deiner Projektbeschreibung abfeiern. Erschlage deine potenziellen Unterstützerinnen und Unterstützer mit jedem noch so kleinen Detail. Der Fokus auf die wichtigsten Informationen und Botschaften wird schliesslich einer Idee nicht gerecht. Und wer schlägt sich schliesslich nicht gerne durch eine Bleiwüste? Denk ebenfalls dran, die allerwichtigsten W-Fragen (wer, was, warum, wann) erst am Ende deiner Beschreibung (beispielsweise nach einer ausschweifenden Herleitung) zu erklären - auf keinen Fall gleich zu Beginn!

PS: Wahre Kennerinnen und Kenner lassen ihre Projektbeschreibung auch nicht gegenlesen. Intersubjektive Nachvollziehbarkeit? Also bitte. So eine Beschreibung versteht ja wohl jeder.

Bleiwüsten für alle! Textwüsten verwirren die Leser und vergraulen garantiert potenzielle Unterstützer. Je mehr Text, desto weniger Übersicht. Damit vergraulst du alle Interessenten! 

Bild: Nathaniel Shuman über Unsplash


7. Teure Gegenleistungen: Verlange ruhig etwas mehr

Setze den Preis für deine Gegenleistungen ruhig hoch an. 50 oder noch besser 100 Franken für die tiefste Gegenleistung sind in Ordnung. Beim Crowdfunding kann man ja schliesslich auch mal etwas mehr bezahlen. Es geht ja schliesslich ums Unterstützen. Wer will da schon von attraktiven Vorzugspreisen einer Erstserie profitieren? Ignoriere am besten, wie viel du oder dein Umfeld realistischerweise selbst für eine Gegenleistung bezahlen würdest. Dann wird der Preis garantiert passen.Verlange bei deinen Gegenleistungen ruhig etwas mehr - du willst ja nur Geld von anderenTief in die Tasche greifen lassen! Wer eine Idee unterstützt, kann auch ruhig viel bezahlen.  

Bild: Roman Synkevych über Unsplash


8. Lass dir Zeit beim Beantworten von Fragen

Während deiner Kampagne wirst du sicherlich Fragen von (potenziellen) Unterstützern erhalten. Lass dir ruhig Zeit beim Beantworten dieser Anfragen. Deine Kampagne läuft schliesslich sehr lange. Und die dahinterliegende Wertschätzung, wenn Fragen schnell beantwortet werden, wird doch ohnehin nur überbewertet. Mund-zu-Mund-Propaganda (auch Word-of-Marketing genannt) ist ohnehin nur ein Mythos.


9. Behalte deinen Projektlink für dich

Das schlimmste was dir passieren kann, ist dass deine Crowd deine Inhalte teilt – und damit möglicherweise auch deinen Projektlink! Denk also dran, auf keinen Fall deinen Projektlink in allen Kommunikationsmassnahmen zu platzieren. Sollen die möglichen Unterstützer doch selber googeln!


10. Zeige dich nicht

Das Allerwichtigste: Bleibe unpersönlich! Ob in deinem Video, deiner Projektbeschreibung oder beim Danke sagen (z.B. beim Erreichen eines Meilensteins): Zeige dich bloss nicht! Menschen wollen keine Menschen sehen. Was sie interessiert sind Produktbilder oder Textwüsten. Das sympathische Lächeln hinter dem Projekt kannst du ruhig weglassen. Es geht ja schliesslich nur darum, einer Person Geld anzuvertrauen.

Versteck dich: Zeige dich nicht! Du willst ja kein Vertrauen aufbauen, oder?Versteck dich: Zeige dich nicht! Du willst ja kein Vertrauen aufbauen, oder? 

Bild: Chris Nguyen über Unsplash


Wenn du diese zehn Schritte befolgst, fährst du dein Projekt garantiert gegen die Wand. Du möchtest doch lieber erfolgreich sein? Dann nimm mit uns Kontakt auf. Wir beraten und begleiten dich gerne bei der Umsetzung deiner Idee.

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