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Corona-Hilfsprojekte: 6 Tipps für dein Crowdfunding-Projekt

23.03.2020 um 15:48 von Phil 1 Kommentar(e)

Seit kurzem können von der Coronakrise wirtschaftlich betroffene Menschen und Unternehmen Crowdsupporting-Projekte bei Funders erleichtert starten und so unkompliziert Liquiditätsengpässe überbrücken. Vorbereitungszeit für die Projekte bleibt da kaum. Deswegen sollen dir die folgenden Tipps helfen, das Maximum aus Deiner Kampagne rauszuholen. 

1. Nutze deine bestehenden Kontakte

Ob Stamm(Kunden), Abonnenten oder Freunde. Du verfügst bereits über ein umfassendes Netzwerk. Nutze es und informiere alle deine Bekannten über dein laufendes Projekt inkl. deinem Projektlink. Bitte Sie, dein Projekt ebenfalls in ihrem Netzwerk zu streuen.

Tipp: Erstelle eine Kontaktliste. So behältst du den Überblick, wen du bereits kontaktiert hast.


2. Nutze deine bestehenden Kanäle

Für deinen Laden, dein Restaurant oder dein Kleinunternehmen verfügst du bestimmt über eine Website und/oder Social-Media-Kanäle. Nutze diese Wege, um auf dein Crowdfunding-Projekt zu verlinken.

Tipp: Informiere deine Kundschaft auch mit einem Zettel in deiner Lokalität (z. B. ein Zettel an deiner Ladentür) über dein Projekt. Vergiss nicht: Führe auf dem Zettel den Direktlink zu deinem Projekt auf. 


3. Stelle dich in einem kurzen Video vor

Das Herzblut für dein Unternehmen zeigst du am besten, wenn du dich selbst zeigst. Also nimm einen kurzen Film auf und erkläre, warum dich die Coronakrise hart trifft und die Crowd dich unterstützen soll.

Tipp: Verwende dafür dein Smartphone und halte es für dein Projektvideo quer. Gute Schnittprogramme gibt es für iOS und Android. Solltest du Unterstützung benötigen, helfen wir dir gerne.


4. Erstelle deinen Massnahmenplan

Auch wenn die Projekterfassung und der Projektstart kurzfristig erfolgen, lohnt es sich, einen Projektplan zu erstellen, indem du deine nächsten Schritte und Massnahmen erfasst. Das schafft Struktur und hilft dir, gezielt vorzugehen. Tipps für mögliche Massnahmen findest du in unserer Anleitung für Starter und in unserer Checkliste. Wichtig: Halte dich auch an den Plan! ;-)

Tipp: Natürlich kannst du deinen Plan auch nach dem Projektstart erstellen. Aber versuche, ihn dann möglichst zeitnah zu erstellen, um das Beste aus deinem Projekt rauszuholen.


5. Sage danke

Auch wenn die Erfahrung zeigt, dass dies sonnenklar ist und die allermeisten Starter das ohnehin machen: Sage danke! Du kannst dies persönlich tun, indem du in der Projektverwaltung deinen Unterstützern individuell schreibst. Oder du informierst sie im Projektblog über den Fortschritt.

Tipp: Das Erreichen von Meilenstein ist ebenfalls eine gute Gelegenheit, allen Unterstützerinnen und Unterstützern danke zu sagen. 


6. Biete Gegenleistungen an

Gegenleistungen sind für die Hilfsprojekte während des Shutdowns nicht Pflicht. Aber sie können durchaus sinnvoll sein. Dies können symbolische Gesten (z. B. ein «Vielen Dank!» für 20 Franken), Beträge für Leistungen (z. B. Gutscheine für verschiedene Beträge) oder auch Unterstützungen für Events sein (z. B. das «Wir-haben-die-Krise-gemeinsam-gemeistert-Apéro»).

Tipp: Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du kennst deine Kundschaft am besten. Überlege dir, was ihr gefällt!


Weiterführende Informationen

Du hast Fragen? Dann melde dich bei uns. Wir unterstützen dich gerne.

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am 30.11.-1 um 00:12

Klasse Tipps!

Funders.ch fördert Crowdsupporting für Corona-Betroffene

20.03.2020 um 10:17 von Phil

Funders.ch, die Crowdfunding-Plattform der Luzerner, Nidwaldner, Obwaldner und Berner Kantonalbank, hat für von der Coronakrise wirtschaftlich betroffene Menschen und Unternehmen eine separate Projektseite eingerichtet. Sie heisst «Corona – Funders helfen» und erleichtert für diese Betroffenen den Zugang zu Crowdsupporting: So hat Funders.ch die Hürden zur Einreichung eines Projekts gesenkt, setzt das «Alles-oder-Nichts-Prinzip» ausser Kraft und verzichtet auf die sonst übliche Plattformgebühr von 5 Prozent. Die Corona-Hilfsaktion von funders.ch ist vorderhand bis 31. Mai 2020 gültig.

«Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus führt viele Betriebe – insbesondere Kleinstbetriebe und Freischaffende – in eine finanzielle Notlage. Um diese Firmen und Personen pragmatisch unterstützen zu können, haben wir auf funders.ch für diese Betroffenen eine separate Projektseite eingerichtet. Wir sind überzeugt, dass Crowdsupporting in vielen Fällen eine Lösung sein kann», begründet Daniel Lütolf, Leiter Vertrieb Funders.ch bei der Luzerner Kantonalbank (LUKB), die vorderhand bis Ende Mai 2020 dauernde Hilfsaktion.

Nachweis von Liquiditätsproblemen verlangt

Die neue Seite «Corona – Funders helfen» richtet sich an Kleingewerbler, Freischaffende, Einzelunternehmer, Veranstalter, Musiker, Gastrounternehmen und Vertreter der Kreativwirtschaft, jedoch nicht an Privatpersonen. Die Betroffenen müssen einerseits nachweisen, dass sie aufgrund der Coronakrise mit fehlender Liquidität kämpfen und anderseits eine aussagekräftige Beschreibung ihres Projekts einreichen. Wie auch sonst entscheidet das Funders-Team, ob ein Projekt auf die Plattform aufgeschaltet wird oder nicht.

Vereinfachte und kostengünstigere Bedingungen

Für die von der Coronakrise wirtschaftlich Betroffenen gelten vereinfachte und kostengünstigere Rahmenbedingungen: So verzichtet Funders.ch auf die sonst übliche Plattformgebühr von 5 Prozent. (die 2 Prozent Transaktionskosten fallen nach wie vor an). Weiter müssen Projektstarter nicht mehr zwingend Gegenleistungen anbieten und erhalten das von der Crowd zugesicherte Geld auch dann, wenn das angestrebte Fundingziel nicht erreicht wurde (Verzicht auf das «Alles-oder-nichts-Prinzip»). Sonst gelten grundsätzlich die bestehenden Richtlinien von Funders.

Hier können Projekte ab sofort eingereicht und unterstützt werden: www.funders.ch/corona

Hinweis

Die Aktion von Funders ist vollständig unabhängig von den beispielsweise durch die Luzerner Kantonalbank (17.März 2020) und durch die Berner Kantonalbank (18. März 2020) angekündigten Liquiditätshilfen an KMU.

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Die Bieridee

13.03.2020 um 10:51 von Phil

Karin Wagemann kündigte ihren gut bezahlten Job, um mit ihrem Mann eine Kleinbrauerei zu eröffnen. Offen für Neues zeigt sich das Start-up nicht nur bei den Braukreationen, sondern auch bei der Mittelbeschaffung.

Es braucht nur einen Stehapéro mit dem falschen Angebot, damit Karin Wagemann zur Rebellin wird. Zur Bier-Rebellin, um genau zu sein. Denn wenn immer an einem solchen Anlass nur Wein, Wasser und Saft aufgetischt wird, lässt ihr der Berufsstolz keine andere Wahl. «Dann muss ich einfach nach einem Bier fragen. Es geht ums Prinzip.» In den vergangenen Jahren hat die Bierkultur in der Schweiz eine gewaltige Entwicklung hingelegt. In nur fünf Jahren hat sich die Anzahl registrierter Brauereien mehr als verdoppelt: Von 483 im Jahr 2014 auf 1132 im Jahr 2019. Eine von zahlreichen Klein- und Kleinstbrauereien ist Soo. Bier aus Sursee, gegründet vor rund vier Jahren von Karin Wagemann, ihrem Mann und einem weiteren Partner. «Wenn ich mich heute in unserer Brauerei umschaue, habe ich keinen Zweifel, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben», sagt die Geschäftsführerin.

Beim Biertrinken kennengelernt

Angefangen hat alles an einer WG-Party in Luzern, wo sich Wagemann und ihr späterer Ehemann Alex Oleschinky beim Biertrinken zum ersten Mal begegneten. Noch am selben Abend ging es weiter in eine Bar. Dass dort nur langweiliges Lagerbier ausgeschenkt wurde, spielte für einmal keine Rolle. Entscheidender war, dass die beiden in diesen Stunden den Grundstein für ihre gemeinsame Zukunft legten. Als die Surseerin ihrem Schwarm später ihre Heimat zeigte, fiel dem aus Bayern stammenden Bierliebhaber schnell auf, dass es in dem schmucken Städtchen weit und breit kein regionales Gebräu gibt. Und so musste Oleschinky nicht lange überlegen, als er während seinem Masterstudium an der Hochschule Luzern einen Businessplan für ein neues Unternehmen erarbeiten sollte. Als Fallbeispiel diente natürlich eine Brauerei.

Aus der Studienarbeit wurde bald schon Realität. Mitte März 2015 war die Sorseer Bier AG geboren. «Nachdem wir bis dahin vor allem am Küchentisch Pläne geschmiedet hatten, war die Brauerei nun plötzlich da», erinnert sich Karin Wagemann. Die heute 36-jährige Unternehmerin kündigte ihren gut bezahlten Job als Sozialarbeiterin in der Klinik St. Urban, um sich fortan ganz auf ihre neue Aufgabe als Brauereileiterin zu konzentrieren.

Soo. Bier möchte nicht nur Bier brauen, sondern auch die Bierkultur fördern.
 

Ein Erlebnis für alle Sinne

In den vergangenen vier Jahren ist die Brauerei in Sursee zu einem stattlichen Betrieb gewachsen. Heute beschäftigt sie vier Mitarbeitende und eine Lebensmitteltechnologin in Ausbildung. Kaum öffnet sich die Tür zur Brauerei, erfasst einen ein intensiver Duft von Hopfen und Malz. Und weil Besucherinnen und Besucher der Brauerei zwischen zahlreichen Biersorten wählen dürfen, ist der Besuch ein Erlebnis für alle Sinne. «Bier löst Emotionen aus», weiss Wagemann. Deshalb umfasst ihr Geschäftsmodell viel mehr als nur helle und dunkle, starke und weniger starke Biere. Wer Lust hat, kann in Sursee einen Braukurs absolvieren oder sich mit Freunden zu einer Betriebsführung inklusive Degustation anmelden.

Beim Brauprozess ist Kreativität und Innovationsgeist gefragt: Karin Wagemann bietet ihrer Kundschaft im Sommer auch mal ein Bier mit Basilikum an oder zur Adventszeit ein Weihnachtsbier mit Lebkuchengeschmack. «Den Kombinationsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.» Inspiration findet die Unternehmerin unter anderem auf ihren Reisen. «Der Besuch einer lokalen Brauerei ist stets Pflicht», betont die Biersommelière.

Crowdlending-Zielbetrag deutlich überschritten

Rund 600’000 Franken brauchte das Gründungsteam der Brauerei für den Start. Die Aktionärinnen und Aktionäre waren rasch gefunden, mittlerweile sind es über 600. Um das Eventangebot auszubauen und eine Nachwuchsbrauerin ausbilden zu können, benötigte die Firma im Sommer 2018 weitere Mittel. Dazu führte die Mikrobrauerei erfolgreich eine Crowdlending-Kampagne auf funders.ch durch. «Es war spannend, etwas Neues auszuprobieren», berichtet Wagemann. Dass der Zielbetrag von 60’000 Franken am Ende so schnell zusammenkam, war für die Brauer eine erfreuliche Überraschung. Trotz des Erfolgs sagt Wagemann: «Unsere Brauerei befindet sich immer noch in der Start-up-Phase. Bis zu einem selbsttragenden Betrieb haben wir uns fünf Jahre Zeit gegeben.» Noch ist es nicht ganz so weit, doch Karin Wagemann betont: «Wir sind auf gutem Weg.»


Soo. Bier, Sursee

Vision: Förderung der Bierkultur in Sursee und Umgebung

Geschäftsmodell: Alle Biere von Soo. Bier werden in Sursee gebraut. Über den Onlineshop können die Biere in die ganze Schweiz verschickt werden. Zum Sortiment gehören nebst Klassikern auch spezielle, saisonale Biere. Die Brauerei bietet zudem Betriebsführungen, Braukurse, Bierverkostungen oder individualisierte Etiketten an.

Besonderheit: Die Brauerei hat mehrere nationale und internationale Auszeichnungen gewonnen, so unter anderem den World Beer Award – Switzerland.

www.soobier.ch

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Wider die inneren Hürden: So packst Du dein Crowdfunding-Projekt an

18.02.2020 um 15:56 von Phil

Keine Zeit, Angst vor dem Scheitern oder der Respekt davor, sich selbst zu exponieren. Es gibt viele – gedachte – Hürden, die gegen die Umsetzung eines Crowdfunding-Projekts sprechen. Aber es sprechen noch viel mehr Gründe dafür, Dein Projekt und Deine Idee umzusetzen.

Wir greifen die häufigsten Bedenken auf, die Projektstarter in Gesprächen äussern. Und wir zeigen Dir, warum Du die inneren Hürden überwinden und Deine Crowdfunding-Idee trotzdem in die Tat umsetzen solltest.

Ich weiss doch gar nicht wie das geht – wie funktioniert Crowdfunding überhaupt?

«Ich weiss doch gar nicht,  wie Crowdfunding funktioniert!» oder «Ich verstehe nichts von Marketing oder PR!» Diese Aussagen, gefolgt von der Schlussfolgerung «Wie soll das denn gelingen?», hören wir oft in Gesprächen mit möglichen Projektstartern. Und natürlich verstehen wir die Bedenken. Fast jeder hat schon irgendwie von Crowdfunding gehört. Wie das aber wirklich funktioniert, können sich die wenigsten vorstellen.

Aber keine Sorge: Du bist nicht allein. Das Funders-Team berät dich kostenlos und gibt Dir Tipps für die Vorbereitung deines Crowdfunding-Projekts. Auch während deines Projekts begleiten wir dich als Sparringspartner.

Du weisst nicht wo anfangen? Keine Sorge! Das Funders-Team berät dich kostenlos.   

Bild: John T über Unsplash

→ Schlussfolgerung: Schreib uns – wir beraten dich gerne! 

Tipp: Verwende die folgende Checkliste, um dein Projekt zu planen. Sie zeigt Dir Schritt für Schritt, wann Du welche Aufgaben anpacken solltest. Weitere Tipps findest Du in der Anleitung für Starter und im Blog.

Ich habe gar keine Zeit für ein Crowdfunding-Projekt!

Ohne Frage: Ein Crowdfunding-Projekt ist mit viel Arbeit verbunden. Wer sein Projekt einfach nur so nebenbei vorantreibt, wird nicht erfolgreich sein. Da ist es wichtig, sich Ressourcen freizuschaufeln. 

«Aber ich habe doch gar keine Zeit, ich habe gerade so viel zu tun bei der Arbeit!», «Ich muss doch meine Kinder hüten!», «Aber das passt jetzt zeitlich gerade überhaupt nicht!» Häufig genannte Gründe, die natürlich ihre Berechtigung haben. Aber sie sollten kein Hindernis sein, wenn es darum geht, Deine gute Idee in die Tat umzusetzen.

Keine Sorge. Es gibt zwei Lösungen für dieses Problem: 

  1. Eine gute und vorausschauende Planung (siehe weiter oben).
  2. Teamwork! Hol Dir Unterstützung und teilt die Aufgaben auf. Gerade im Verein oder in einer Organisation kann eine Crowdfunding-Kampagne die Mitglieder noch enger zusammenschweissen und ein neues "Wir-Gefühl" schaffen.

→ Schlussfolgerung: Du hast keine Zeit? Plane dein Projekt frühzeitig und hol Dir Verstärkung!

Keine Zeit? Dann schaff sie Dir! Mit einem guten Plan und einem guten Team.  

Bild: Djim Loic über Unsplash


Was passiert, wenn mein Projekt schief geht? Ich weiss gar nicht, ob den Leuten meine Idee gefällt!

Selbst wenn man im Bekanntenkreis häufig über die eigene Idee spricht, weiss man nie so genau, wie gut sie wirklich ankommt. Solange, bis man sie einer breiteren Masse vorstellt. Und genau da kommt wieder Crowdfunding ins Spiel!

Eine Crowdfunding-Kampagne liefert Dir (im besten Falle) nicht nur Geld. Sie ist auch ein Markttest. Wenn dein neues Produkt, dein Buch oder Tickets für deinen Event reissenden Absatz finden, weisst Du: Du hast einen Nerv getroffen!

Misslingt dein Crowdfunding-Projekt hingegen (trotz umfassender Massnahmen, denn ohne seriöse Vorbereitung und viel Arbeit geht sowieso nichts…), musst Du zwar nochmals über die Bücher gehen und deine Idee verfeinern oder überarbeiten. Aber Du hast jede Menge neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen! Und als Team seid ihr enger zusammengerückt.  

→ Schlussfolgerung? Starte Dein Projekt und finde heraus, ob Deine Idee ankommt!

Crowdfunding liefert auch Erkenntnisse, ob deine Idee wirklich Anklang findet.  

Bild: Maxwell Dugan über Unsplash

Übrigens: Finanzielle Risiken hast Du bei Funders keine: Eine Gebühr bezahlst Du erst, wenn dein Projekt erfolgreich ist.

Was sollen die anderen von mir denken?

Es ist nicht jedermanns und jederfrau Sache, im Zentrum des Geschehens zu stehen. Gross ist die Angst, merkwürdig rüberzukommen und eine vermeintlich schlechte Figur abzugeben. Doch wenn Du ein Crowdfunding-Projekt durchführen möchtest, musst Du dich zeigen. Schliesslich vertrauen Menschen anderen Menschen und nicht abstrakten Produkten. Und: Beim Crowdfunding vertrauen sie Dir als Mensch sogar ihr Geld an.

Aber wenn Du Arbeit und Herzblut in dein Crowdfunding-Projekt steckst, nehmen die Leute das wahr und respektieren Deine Leistung. Du bist schliesslich von Deiner Idee überzeugt, zeigst Mut und tust alles, um sie in die Tat umsetzen - Du zeigst Macherqualitäten!

→ Schlussfolgerung 1: Zeige, dass Du von Deiner Idee überzeugt bist!

→ Bonus-Schlussfolgerung: Wenn Du von Deiner Idee überzeugt bist, spielt es ohnehin keine Rolle, was andere denken - oder?

Du musst Dich nicht verstecken, wenn Du von Deiner Idee überzeugt bist.  

Bild: Artur Rutkowski über Unsplash


Soll ich wirklich? Ja, mach's einfach!

Das sind nur ein paar Gründe - oder sollten wir sagen Ausreden? ;-) - warum man ein Crowdfunding-Projekt nicht umsetzen sollte. Aber seien wir ehrlich: Es gibt immer ganz viele Gründe, warum man etwas nicht tun könnte. Aber! Und damit kommen wir zur wichtigsten Schlussfolgerung:

→ Schlussfolgerung: Es gibt einen entscheidenden Punkt, um ein Projekt einfach anzupacken: Es ist DEIN Projekt. Du hast nichts zu verlieren, aber ganz viel zu gewinnen. Pack es an!

Der beste Zeitpunkt zum Starten ist jetzt - leg los! 

Bild: Gia Oris über Unsplash


 Tipps für die ersten Schritte: 

  • Du hast eine Idee? Super! Dann Werde jetzt konkret: Schreib deine Idee auf und überlege Dir, wer sie toll finden könnte.
  • Bilde ein Team. Teilt die Aufgaben auf und vereinbart regelmässige Treffen.
  • Eröffne Dein Projekt auf Funders. Keine Sorge, solange Dein Projekt im Entwurf ist, kannst Du soviel dran rumschrauben, wie Du möchtest.
  • Lies unsere Anleitung für Starter und die Checkliste inkl. Zeitplan durch, um Dir einen Überblick über die To Dos zu verschaffen. Im Blog findest Du weitere Tipps. 
  • Vereinbare einen Termin mit uns, um Dich über Deine Idee mit uns auszutauschen. Wir können Dir wertvolle Tipps liefern und helfen Dir bei der Vorbereitung.
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10 Tipps, damit dein Crowdfunding-Projekt garantiert misslingt

05.12.2019 um 12:27 von Phil

Crowdfunding bringt auch in der Schweiz viele Projekte zum Erfolg. Das ist dir zuwider? Dann lies jetzt weiter. Im folgenden Blogbeitrag geben wir dir zehn Tipps, wie du potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer abschreckst und deine Kampagne garantiert misslingt.

1. Packe dein Crowdfunding-Projekt erst zwei Wochen vor dem gewünschten Start an

Eine Crowdfunding-Kampagne bedarf einer Vorlaufzeit von etwa drei Monaten? Papperlapapp! Wenn du dich entscheidest ein Projekt umzusetzen, dann setze es am besten innerhalb der nächsten zwei Wochen um! Sei spontan, die Kurzfristigkeit und fehlende Planung bringt die nötige Würze und Unsicherheit in deine Kampagne.

Damit dein Crowdfunding-Projekt richtig misslingt, verzichtest du am besten auf jede Vorbereitung. Ein Crowdfunding-Projekt vorbereiten? Völlig überbewertet!  

Bild: Sam Solomon über Unsplash


2. Mehr ist mehr! Setze dein Crowdfundingziel möglichst hoch.

Wer hoch hinaus will, muss seine Ziele auch hoch setzen. Das gilt nicht zuletzt für deinen gesuchten Betrag. Setze ihn also so hoch wie möglich an. Berücksichtige auf keinen Fall die Grösse deiner bestehenden Crowd und deiner potenziellen Interessenten und Unterstützer. Geschweige denn die realistische Marktgrösse. Du setzt schliesslich dein Projekt um. Da kannst du ruhig deinen Traumbetrag festlegen.


3. Lege deine Massnahmen und deine Kanäle spontan fest

Entscheide stets spontan, welche Inhalte du auf welchen Kanälen und zu welchem Zeitpunkt teilen möchtest. Ein vorgängiger Plan der gesamten Kampagne inklusive der wichtigsten Meilensteine (beispielsweise bei Erreichen von einem Viertel oder der Hälfte deines gesuchten Betrags etc.) und das Zusammenstellen deiner wichtigsten Botschaften und Bilder erspart dir ansonsten nur Arbeit während deiner Kampagne. Auch die vorgängige Festlegung deiner Kanäle verhindert nur Spontaneität. Denn wer will in einem begrenzten Zeitraum schon zielgerichtet vorgehen? Eben.


4. Baue deine Community erst nach dem Kampagnenstart auf

Was für die Massnahmenplanung gilt, gilt natürlich auch für deine Community. Experten behaupten gerne, es sei wichtig, bereits vorgängig eine Community für eine Crowdfunding-Kampagne und eine Idee aufzubauen. Ach was! Die breite Unterstützung wird sich schon wie von Geisterhand während deiner Kampagne ergeben. Erstelle deine Fanpage, deine Social-Media-Profile oder deine Website also am besten erst nach dem Kampagnenstart und aktiviere deine Crowd auf keinen Fall bereits vorgängig. Ein gutes Projekt braucht doch keine Initialzündung, die ihm Schwung bereitet!

Eine Community kann dir gleich zu Beginn deines Crowdfunding-Projekts Schub verleihen. Aber wer will das schon?Wer will schon von der Kraft der Crowd profitieren und einen Anfangsboost erhalten?  

Bild: Jonas Jacobsson über Unsplash


5. Verwende ein Video, das nichts mit deinem Crowdfunding-Projekt zu tun hat

Zu wissen, worum es in deinem Projekt geht und wer hinter dem Projekt steht, wird völlig überbewertet. Auch eine kurze, persönliche Botschaft ist nichts, was man von einem Projektstarter erwarten kann. Du willst schliesslich nur Geld von anderen Personen! Verwende also irgendein Video als Aushängeschild für deine Kampagne. Beispielsweise eines vergangenen Events. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache es erfährt niemand etwas zu deinem Projekt oder zu dir und deiner Motivation. Und hinterlege bloss nicht deinen Projektlink!


6. Mehr ist noch mehr! Verpacke in deiner Projektbeschreibung jedes noch so kleine Detail 

Was du beim Video sparst, kannst du dafür umso detaillierter in deiner Projektbeschreibung abfeiern. Erschlage deine potenziellen Unterstützerinnen und Unterstützer mit jedem noch so kleinen Detail. Der Fokus auf die wichtigsten Informationen und Botschaften wird schliesslich einer Idee nicht gerecht. Und wer schlägt sich schliesslich nicht gerne durch eine Bleiwüste? Denk ebenfalls dran, die allerwichtigsten W-Fragen (wer, was, warum, wann) erst am Ende deiner Beschreibung (beispielsweise nach einer ausschweifenden Herleitung) zu erklären - auf keinen Fall gleich zu Beginn!

PS: Wahre Kennerinnen und Kenner lassen ihre Projektbeschreibung auch nicht gegenlesen. Intersubjektive Nachvollziehbarkeit? Also bitte. So eine Beschreibung versteht ja wohl jeder.

Bleiwüsten für alle! Textwüsten verwirren die Leser und vergraulen garantiert potenzielle Unterstützer. Je mehr Text, desto weniger Übersicht. Damit vergraulst du alle Interessenten! 

Bild: Nathaniel Shuman über Unsplash


7. Teure Gegenleistungen: Verlange ruhig etwas mehr

Setze den Preis für deine Gegenleistungen ruhig hoch an. 50 oder noch besser 100 Franken für die tiefste Gegenleistung sind in Ordnung. Beim Crowdfunding kann man ja schliesslich auch mal etwas mehr bezahlen. Es geht ja schliesslich ums Unterstützen. Wer will da schon von attraktiven Vorzugspreisen einer Erstserie profitieren? Ignoriere am besten, wie viel du oder dein Umfeld realistischerweise selbst für eine Gegenleistung bezahlen würdest. Dann wird der Preis garantiert passen.Verlange bei deinen Gegenleistungen ruhig etwas mehr - du willst ja nur Geld von anderenTief in die Tasche greifen lassen! Wer eine Idee unterstützt, kann auch ruhig viel bezahlen.  

Bild: Roman Synkevych über Unsplash


8. Lass dir Zeit beim Beantworten von Fragen

Während deiner Kampagne wirst du sicherlich Fragen von (potenziellen) Unterstützern erhalten. Lass dir ruhig Zeit beim Beantworten dieser Anfragen. Deine Kampagne läuft schliesslich sehr lange. Und die dahinterliegende Wertschätzung, wenn Fragen schnell beantwortet werden, wird doch ohnehin nur überbewertet. Mund-zu-Mund-Propaganda (auch Word-of-Marketing genannt) ist ohnehin nur ein Mythos.


9. Behalte deinen Projektlink für dich

Das schlimmste was dir passieren kann, ist dass deine Crowd deine Inhalte teilt – und damit möglicherweise auch deinen Projektlink! Denk also dran, auf keinen Fall deinen Projektlink in allen Kommunikationsmassnahmen zu platzieren. Sollen die möglichen Unterstützer doch selber googeln!


10. Zeige dich nicht

Das Allerwichtigste: Bleibe unpersönlich! Ob in deinem Video, deiner Projektbeschreibung oder beim Danke sagen (z.B. beim Erreichen eines Meilensteins): Zeige dich bloss nicht! Menschen wollen keine Menschen sehen. Was sie interessiert sind Produktbilder oder Textwüsten. Das sympathische Lächeln hinter dem Projekt kannst du ruhig weglassen. Es geht ja schliesslich nur darum, einer Person Geld anzuvertrauen.

Versteck dich: Zeige dich nicht! Du willst ja kein Vertrauen aufbauen, oder?Versteck dich: Zeige dich nicht! Du willst ja kein Vertrauen aufbauen, oder? 

Bild: Chris Nguyen über Unsplash


Wenn du diese zehn Schritte befolgst, fährst du dein Projekt garantiert gegen die Wand. Du möchtest doch lieber erfolgreich sein? Dann nimm mit uns Kontakt auf. Wir beraten und begleiten dich gerne bei der Umsetzung deiner Idee.

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Wie komme ich als KMU zu einem Crowdlending-Kredit?

30.08.2019 um 11:02 von Phil

Crowdlending ist eine attraktive Möglichkeit für kleinere und mittlere Unternehmen, um direkt von Anlegern einen Kredit zu erhalten. Aber auch eine Crowdlending-Kampagne will gut vorbereitet sein. Wir erklären dir, wie du in 7 Schritten deine Crowdlending-Kampagne vorbereitest.

1. Formuliere dein Ziel messerscharf

Alles fängt mit einem konkreten Ziel an, das du erreichen möchtest. Und wie bei einem Elevator Pitch musst du dieses Ziel kurz und messerscharf benennen können. Eine grobe Skizzierung reicht nicht. Stell dir also vor, du bist mit einer potenziellen Investorin im Lift und musst sie innerhalb von 30 Sekunden von deiner Idee überzeugen. Schaffst du es, in dieser kurzen Zeit die wichtigsten Fakten aufzuzählen?

Wenn du deine Idee noch nicht präzise benennen kannst, musst du zurück auf Feld eins. Potenzielle Investoren müssen ganz klar wissen, wofür du ihr Kapital einsetzen möchtest. Und das wollen sie in kürzester Zeit erfahren. Überzeuge sie mit deinem messerscharfen Ziel!

Teste deine Idee in deinem Freundes- und Bekanntenkreis. Verstehen sie sie? Schaffst du es, sie zu überzeugen? Suche dir kritische Personen. Schulterklopfer und die rosarote Brille helfen dir in dieser Phase nicht weiter.


2. Berechne dein benötigtes Kapital

Deine Idee steht nun. Mit ihr geht auch das benötigte Kapital einher. Denn nachdem du dein Gegenüber von deiner Idee überzeugt hast, musst du sagen können, wie viel Kapital du benötigst. Du musst klar aufzeigen können, wie sich dieser Betrag zusammensetzt. Aussagen wie "so viel wie möglich" oder "so in etwa 350'000 Franken" wirken wie aus der Hüfte geschossen und sind wenig vertrauensbildend. Hinter jedem Fundingbetrag steckt also eine Kalkulation.

 
Berechne genau, wie viel Kapital du für die Umsetzung deines Vorhabens benötigst. 

In diesem Schritt legst du auch die Kreditlaufzeit und den maximal für dich bezahlbaren Zins fest. Dabei musst du genau kalkulieren, was für dich tragbar ist (Plan-Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung, siehe Abschnitt 4).

Übrigens: Die Mindestlaufzeit für einen Crowdlending-Kredit auf Funders beträgt drei Monate, die maximale Laufzeit liegt bei fünf Jahren. Der Zinssatz darf maximal 9.9% betragen.

3. Kenne deinen Markt und schreibe deinen Business Plan

Der dritte entscheidende Faktor für deinen Erfolg ist deine Kompetenz. Diese zeigst du in deinem Business Plan. Zeige, dass du deinen Zielmarkt kennst und dich mit den Gegebenheiten der Branche auseinandergesetzt hast. Und: Schätze deine Chancen und Risiken realistisch ein.

Natürlich muss dein Businessplan nicht 30 Seiten umfassen. Aber potenzielle Investoren müssen deine Idee und dein Vorgehen in nützlicher Frist verstehen. Und sie müssen sehen, dass du weisst, wovon du sprichst. Dein Plan muss klar und präzise sein. Und vor allem sollte er realistisch (ungeschönt) sein. Auch hier gilt es, die rosarote Brille abzulegen.


4. Liefere Fakten zu deinem Geschäftsverlauf

Zu jedem guten Businessplan gehören auch harte Fakten. Also Zahlen zum bisherigen Geschäftsverlauf und Planzahlen. Folgende Informationen musst du zur Hand haben:

  • Bei bestehenden Firmen: Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, wenn möglich revidiert.
  • Bei Start-ups reichen Planzahlen - jedoch ist dann ein guter Businessplan das A und O.
  • Plan-Erfolgsrechnung
  • Plan-Geldflussrechnung (sind beispielsweise in der nächsten Zeit Investitionen geplant etc.)
  • Aufstellung über allfällige bestehende Kredite oder sonstige Verpflichtungen

Gerade die Planrechnungen sind nicht für die Bank oder die Kreditgeber wichtig, sondern für dich selbst. Damit berechnest du nämlich, welcher Zins für dich realistisch ist und ob deine Geschäftsentwicklung es dir überhaupt ermöglicht, einen Kredit zurückzubezahlen. Daher ist es wichtig, dass die Planzahlen mindestens die Dauer der Kreditlaufzeit abdecken.

Je nach Projekt können noch zusätzliche Dokumentationen nötig sein. Wenn du beispielsweise einen Anbau finanzieren möchtest, ist es sinnvoll Baupläne, Offerten etc. ebenfalls anzufügen.

Tipp: Du möchtest dir nicht von der Konkurrenz in die Karten sehen lassen? Dann lege einfach fest, dass gewisse Dokumente für Investoren nur auf Anfrage freigegeben werden. Du entscheidest dann, wer welche Dokumente lesen darf.

5. Beschreibe dein Projekt

Du hast dir in den Schritten 1-4 nochmals vor Augen geführt, was dein Ziel ist, wie viel Kapital du benötigst und wie dein aktueller Geschäftsverlauf ist. Jetzt ist es an der Zeit, dein Vorhaben zu Papier zu bringen.

Eröffne hierfür dein Crowdlending-Projekt auf Funders. Beschreibe dein Vorhaben kurz und prägnant. Folgende Informationen lieferst du potenziellen Investoren in deiner Projektbeschreibung auf Funders:

  • Worum geht es in deinem Projekt?
  • Informationen zu deinem Unternehmen
  • Welche Ziele verfolgst du mit dem Kredit?

Daneben erfasst du verschiedene weitere Informationen (Creditrating, Anzahl Mitarbeitende, Gründungsjahr etc.). Du wirst Stück für Stück durch die einzelnen Schritte geführt. Keine Angst, diese Daten sind zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich und nur du siehst die Beschreibung, solange dein Projekt noch nicht live ist.

Tipp: Lass deine Inhalte von Freunden und Bekannten gegenlesen. Verstehen Sie deine Idee? Würden sie in dein Projekt investieren? Nimm ihre Rückmeldung ernst und überarbeite deine Projektbeschreibung entsprechend.

6. Freiwillig, aber empfohlen: Zeige dich und dein Projekt mit Fotos und Video

Die schriftliche Beschreibung ist wichtig und liefert die wichtigsten Fakten. Doch schlussendlich vertrauen Investoren insbesondere dem Menschen hinter den Fakten. Stelle dich und dein Projekt also mit aussagekräftigen Bildern (beispielsweise von einem Prototypen) und einem ansprechenden Video vor - zeig dich! Fotos und Videos sind nicht zwingend notwendig. Aber sie erhöhen die Erfolgschancen für deine Kampagne massiv.


Gelungenes Beispiel: Das Pitchvideo von Soo. Bier.


7. Informiere dein Netzwerk über die Investitionsmöglichkeit

Du hast Geschäftspartner oder Bekannte, die stets für Investments offen sind? Dann informiere sie vor Kampagnenstart über die Investitionsmöglichkeit in dein Unternehmen. Bau deine Crowd auf und involviere sie. Sende ihnen alle Fakten und den Direktlink zu deinem Projekt. Idealerweise erhältst du gleich mit dem Startschuss die ersten Kreditzusagen.

Hinweis: Aus regulatorischen Gründen müssen sich alle Investoren FINMA-konform identifizieren. Dies umfasst zwei Schritte: Die Online-Identifikation und die Überweisung von einem Franken. Die Online-Identifikation dauert weniger als 5 Minuten. Der Prozess ist unkompliziert, Nutzer werden Schritt für Schritt durchgeführt.

Bonus: Kontaktiere uns bei Fragen

Du bist nicht sicher, ob dein Projekt für eine Crowdlending-Kampagne geeignet ist oder steckst irgendwo fest? Keine Sorge: Wir unterstützen dich vor und während deiner Crowdlending-Kampagne. Schreibe uns also jetzt eine E-Mail oder fülle das Kontaktformular aus.

Wir freuen uns auf dein Projekt!

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Login neu auch mit SwissID möglich

22.08.2019 um 15:27 von Phil

Ab sofort kannst du dich auf Funders mit der SwissID einloggen. SwissID? Mit ihr kannst du dich mit einem einzigen Profil auf verschiedenen Seiten und Plattformen einloggen – das Verwalten unzähliger Passwörter sparst du dir.

Du kennst es sicherlich: Du entdeckst auf Funders ein spannendes Projekt und möchtest es sogleich unterstützen. Also nichts wie eingeloggt und los geht's! Aber… wie lautete nochmals das Passwort für dein Funders-Profil?

Doch damit ist jetzt schluss! Denn ab sofort reicht ein Benutzername und ein Passwort, um Onlinedienste wie diejenigen der Post, der HandelsZeitung, des Blick oder eben von Funders zu nutzen. Weitere Dienstleister wie die Luzerner Kantonalbank, die SBB oder Newhome.ch folgen in Kürze.

So meldest du dich mit deiner SwissID auf Funders an:

Wenn du bereits eine SwissID besitzt:

  • Gehe auf www.funders.ch und klicke auf "Anmelden". 
  • Klicke anschliessend auf "Anmelden mit SwissID"
  • Gib nun deine Anmeldedaten ein und schon bist du eingeloggt und kannst Projekte unterstützen

Mit nur einem Passwort: Mit der SwissID loggst du dich auf zahlreichen Schweizer Onlinediensten ein.  

Wenn du noch keine SwissID besitzt: 

  • Gehe auf www.funders.ch und klicke auf "Mit Swiss ID anmelden". 
  • Klicke jetzt auf der nächsten Seite auf "SwissID-Konto anlegen"
  • Fülle alle Felder aus und klicke auf "Weiter"
  • Bestätige deine Registrierung mit dem Code, den du per E-Mail erhältst
  • Hinterlege nun zwei Sicherheitsfragen und drücke auf "Speichern". Die Sicherheitsfragen kannst du auch zu einem späteren einrichten.
  • Kontrolliere nochmals deine Daten und drücke dann auf "Confirm".
  • Fertig! Du kannst dich ab sofort mit deiner SwissID auf Funders und weiteren Seiten einloggen.

Daten auf Schweizer Servern

Deine persönlichen Daten werden bestens geschützt: Sie werden verschlüsselt in der Schweiz gespeichert und sind vor dem Zugriff durch Dritte geschützt. Deine Daten werden nicht für kommerzielle Zwecke verwendet. Zudem entscheidest Du, welche Daten du welchem Onlinedienstanbieter freigeben möchtest. Freigaben kannst du jederzeit zurückziehen.

Erste Crowdfunding-Plattform mit der digitalen Identität

Funders ist die erste Crowdfunding-Plattform, auf der du die SwissID nutzen kannst. Mit dem Einsatz der SwissID auf Funders wird der Auf- und Ausbau der digitalen Identität in der Schweiz unterstützt. Hinter der SwissID steht die SwissSign Group AG. Die SwissID zählt bereits über 900'000 Nutzerinnen und Nutzer. 

Über die SwissSign Group AG

Die SwissSign Group AG ist ein von staatsnahen Unternehmen (SBB, Schweizerische Post, Swisscom) und führenden Unternehmen aus der Banken-, Versicherungs- und Krankenkassenbranche gegründetes Gemeinschaftsunternehmen. Die SwissSign Group AG verfolgt das Ziel, eine einfache, sichere und offene digitale Identifikationslösung («SwissID») anzubieten, die alle Anforderungen der Datenschutzgesetzgebung erfüllt und damit zum Schweizer Standard für die E-ID wird.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Was ist SwissID? 
Mit SwissID loggst du dich bei immer mehr Schweizer Onlinediensten einfach und sicher ein – und zwar mit einem einzigen Login. Dein kostenloses SwissID-Konto hast du in wenigen Minuten angelegt.

Wer steht hinter SwissID?
SwissID ist eine kostenlose Dienstleistung der SwissSign Group, einem Joint Venture aus staatsnahen Betrieben, Finanzunternehmen, Versicherungsgesellschaften und Krankenkassen. 

Deine Daten sind sicher gespeichert
Mit SwissID sind deine persönlichen Daten bestens geschützt: Sie werden verschlüsselt gespeichert und sind vor dem Zugriff durch Dritte geschützt. Deine Daten werden ausschliesslich in der Schweiz gespeichert. Sie werden nicht für kommerzielle Zwecke verwendet. Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung über SMS oder Mobile ID machst du deine SwissID noch sicherer.

Entscheide selbst, welche Daten du zur Verfügung stellst
Du entscheidest, welche Daten du welchem Onlinedienstanbieter freigibst. Freigaben kannst du jederzeit zurückziehen. In deinem Online-Kundenportal verwaltest du mit wenigen Klicks deine Daten und fügst neue Funktionen hinzu. Und schon bald kannst du mit der geprüften Identität und der elektronischen Signatur Verträge und Behördengänge ganz praktisch online erledigen.

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Crowdsupporting oder Crowdlending? Welche Crowdfunding-Form ist für mich geeignet?

17.05.2019 um 10:37 von Phil

Crowdfunding, Crowdsupporting, Crowdlending – Crowd-was? Viele Begriffe geistern im Zusammenhang mit der «Schwarmfinanzierung» rum. Wir erklären dir, was sie bedeuten und welche Finanzierungsform für deine Bedürfnisse die richtige ist.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist der Oberbegriff für die verschiedenen Disziplinen einer Finanzierungsart, bei der eine Vielzahl von Personen ein Vorhaben finanziell unterstützt. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern «Crowd» (englisch für [Menschen]menge) und «funding» (englisch für Finanzierung) zusammen. Auf deutsch wird der Begriff häufig mit «Schwarmfinanzierung» übersetzt.

Innerhalb des Crowdfundings unterscheidet man zwischen den folgenden Varianten:

  • Crowdsupporting: Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung eine Gegenleistung. Ein weiterer gängiger Begriff für diese Crowdfunding-Form ist «Reward-Based Crowdfunding».
  • Crowdlending: Ist mit einem konventionellen Kredit vergleichbar. Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung den gesprochenen Kreditbetrag zuzüglich Zinsen zurück. Crowdlending wird auch «Lending-Based Crowdfunding» genannt.
  • Crowddonating: Auch «Donation-Based Crowdfunding» genannt. Geldgeber unterstützen ein Vorhaben unentgeltlich.
  • Crowdinvesting: Auch unter «Equity-Based Crowdfunding» bekannt. Geldgeber erhalten für ihre Unterstützung eine Beteiligung an einem Unternehmen, typischerweise an Start-ups.

Crowdsupporting und Crowdlending sind die beiden Finanzierungsformen, die Funders anbietet. Wir erklären dir diese beiden Disziplinen im Folgenden genauer.


Was ist Crowdsupporting?

Wie bei allen Crowdfunding-Formen finanziert auch beim Crowdsupporting eine grosse Zahl von Menschen gemeinsam ein Vorhaben eines Projektinitiators innerhalb einer festgelegten Frist. Die Vorhaben sind sehr vielfältig: So kann eine Produktneuheit eines Start-ups genauso finanziert werden wie das Debütalbum einer Band oder sogar der Innenausbau eines neuen Stadions.

Was erhalten Kapitalgeber für ihre Unterstützung?

Als Dank für ihre Unterstützung können sich die Unterstützer (wir nennen sie Funder) eine Gegenleistung (z.B. das fertige Produkt, Tickets für einen Anlass oder andere mit dem Projekt zusammenhängende Güter) auswählen.

Wann ist ein Crowdsupporting-Projekt erfolgreich?

Damit ein Projekt erfolgreich ist, muss eine gewisse Schwelle erreicht werden. Diese sogenannte «Fundingschwelle» ist der Betrag, mit dem der Projektstarter sein Vorhaben in die Tat umsetzen kann. Sie entspricht dem 100%-Wert des Projektes.

Wird ein Projekt überfinanziert, sagen wir es erreicht gesamthaft 200%, erhält der Starter entsprechend das doppelte des ursprünglich gesuchten Kapitals zur Umsetzung seiner Idee. Ist ein Projekt zu weniger als 100% finanziert, ist es erfolglos und der Projektstarter erhält kein Geld.

Was passiert mit dem erhaltenen Fundingbetrag?

Der gesamte Fundingbetrag wird ausschliesslich für die Umsetzung des Vorhabens eingesetzt. Wichtig: Beim Crowdsupporting bezahlen die Projektstarter das gesammelte Kapital nicht zurück. Jedoch müssen sie selbstverständlich dafür sorgen, dass sie ihren Unterstützern nach erfolgreichem Projektabschluss die gewählte Gegenleistung zeitnah senden bzw. ihnen die Möglichkeit geben, diese zeitnah einzulösen.

Für wen eignet sich Crowdsupporting als Finanzierungsform?

Crowdsupporting eignet sich für alle, die ein konkretes Vorhaben umsetzen möchten (Privatpersonen, Vereine, Organisationen, Start-ups, KMU etc.) und ihren Unterstützern als Dank Gegenleistungen anbieten können.


Was ist Crowdlending?

Beim Crowdlending (engl. lend = leihen) wird die Crowd zum Kreditgeber. Eine Vielzahl von Personen gewährt einem Projektstarter einen Kredit für die Umsetzung eines Vorhabens. Wie bei einem klassischen Kredit bezahlt der Projektstarter den Kreditbetrag samt Zinsen zurück. Im Unterschied zur klassischen Form legt der Starter aber den maximalen Zinssatz selbst fest.

Was erhalten Kapitalgeber für ihre Investition?

Die Kapitalgeber (Funder) erhalten ihren investierten Betrag zuzüglich Zinsen zurück. Je nach Plattform unterscheidet sich der Mindestbetrag einer Investition. Bei Funders liegt er derzeit bei 500 Franken. Die Kapitalgeber entscheiden selbst, welchen Betrag sie als Kredit sprechen und welchen Zinssatz – unter Berücksichtigung des vom Starter festgelegten Maximalzinssatzes – sie dafür erhalten möchten. Sie profitieren so von attraktiven Renditen.

Wann ist ein Crowdlending-Projekt erfolgreich?

Ist die angestrebte Finanzierungssumme (100%) erreicht, erhält der Starter das gesuchte Kapital. Übersteigt die Gesamtheit aller Gebote die gesuchte Finanzierungssumme, erhalten die für den Starter attraktivsten Gebote den Zuschlag. Bei Funders geschieht diese Zuteilung in einem automatisierten Auktionsverfahren. Eine Finanzierung über 100% ist beim Crowdlending also nicht möglich. Ist ein Kredit zu weniger als 100% finanziert, ist es erfolglos und der Projektstarter erhält kein Geld.

Was passiert mit dem erhaltenen Kreditbetrag?

Wie beim Crowdsupporting, wird der gesamte Fundingbetrag ausschliesslich für die Umsetzung des Vorhabens eingesetzt. Im Unterschied zum Crowdsupporting bezahlen die Crowdlending-Projektstarter das gesammelte Kapital zuzüglich Zinsen zurück.

Für wen eignet sich Crowdlending als Finanzierungsform?

Crowdlending ist eine interessante Finanzierungsform für KMU, Start-ups und Selbstständige, um unkompliziert ein Darlehen zu fairen Konditionen zu erhalten.

Was gilt es beim Crowdlending sonst zu beachten?

Das beim Crowdlending gesammelte Kapital gilt als Fremdkapital und muss innerhalb der vereinbarten Frist wieder an die Darlehensgeber zurückgezahlt werden. Daher ist es für die Rückzahlungen zwingend notwendig, dass der Darlehensnehmer über einen stabilen Cashflow verfügt. Der Projektstarter muss in der Schweiz ansässig und im Handelsregister eingetragen sein.


Crowdsupporting und Crowdlending im Vergleich

Was erhalten Unterstützer?

Kann ein Projekt überfinanziert werden?

Für wen ist es geeignet?

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

Crowdsupporting

Gegenleistungen in Form von Sachleistungen oder Dienstleistungen

Ja.

Privatpersonen, Organisationen, Vereine, Start-ups, KMU

Das Projekt muss ein konkretes Ziel verfolgen.

Crowdlending

Die Rückzahlung des gesprochenen Kreditbetrags zzgl. Zinsen.

Nein.

KMU, Start-ups und Selbstständige (Handelsregistereintrag notwendig).

Das Projekt muss ein konkretes Ziel verfolgen.

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Interview mit den Siegern des 1. Funders-Awards

09.05.2019 um 08:17 von Phil

Die gemeinnützige Organisation HISON hat diesen März den mit 5'000 Franken dortierten Funders-Award gewonnen. Was macht die Organisation mit dem Geld und was sind ihre nächsten Pläne? Das verrät uns die Präsidentin Doris Schnyder in einem kurzen Interview.

Doris, ihr habt den 1. Funders-Award gewonnen. Wie fühlt ihr euch seit dem Sieg?
Zuerst haben wir uns mal riesig gefreut – und dann nochmals gefreut. :-) Der Sieg hat uns Selbstvertrauen für die Zukunft gegeben. Er hat uns auch neue Motivation im Team gegeben. Denn manchmal ist es wirklich viel Arbeit, die in der Freizeit gemacht wird.

Wir werden nun auch einen öffentlichen Abend am 22. Mai 2019 durchführen, um den Sieg ein wenig zu feiern und zu erzählen, was genau mit dem Geld gemacht wurde. Wir hoffen auf viele Teilnehmende.

Wie sehr hat euch der Erfolg überrascht?
Sehr! Wir haben nicht daran geglaubt, dass wir gegen einen SC Kriens gewinnen können. Wir sind ja doch nur eine kleine Organisation und alle arbeiten in der Freizeit fürs Projekt.

Was denkst du: Was war das Geheimnis eures Erfolges?
Wir sind als Team zusammengestanden und sind glaubwürdig. Auch glaube ich, dass wir eine wirklich gute, sinnvolle Sache haben. Es lohnt sich, sie zu unterstützen. Die Leute sehen unser Herzblut darin.

Wie habt ihr es geschafft, eure Crowd für den Award zu mobilisieren?
Wir waren sehr aktiv, alle vom Vorstand und die dazu gehörenden Familien. So waren unsere Unterstützerinnen und Unterstützer bereit, als es mit dem Voting losging. Und eben, die Sache an sich hat überzeugt.

 
Pure Freude: Doris Schnyder (3.v.r.) und das HISON-Team am Abend des Funders-Awards. 

Was macht ihr nun mit dem Preisgeld von 5'000 Franken?
Wir waren bereits wieder im April in Burkina Faso und dieses Land kann jede Hilfe gebrauchen. Wir möchten gerne weiterbauen, nachdem die ersten Schulgebäude fertig sind und der Schulbetrieb bereits letztes Jahr begonnen hat. Es fehlt aber noch einiges, bevor wir anfangen können. Wir müssen total etwa 10'000 Franken haben, also nochmals ca. 5'000 Franken um auch alles Weitere (Mauer, Tore usw.) fertig zu machen.

Wie hat euch der Gewinn des Funders-Awards geholfen?
Es sind noch keine nennbaren Effekte entstanden. Aber ich denke, es ist auch schwierig, das genau auseinanderzuhalten. Sicher ist gerade auch durch die Zeitungsartikel mehr Bekanntheit entstanden, es entsteht ein Wiedererkennungswert. So oder so ist es ein Gewinn für uns.

Welche Projekte stehen für euch als nächstes an?
Wir würden wie erwähnt bei Gelegenheit gerne noch die letzten drei Schulzimmer bauen [Anm.: weitere Details siehe Beschreibung weiter unten]. Was ebenfalls dringend nötig ist, ist ein Brunnen. Als wir im April dort waren, hatten wir immer Temperaturen zwischen 40 und 43 Grad. Die Wasserversorgung vom Staat fällt täglich über mehrere Stunden aus. So sind die Kinder ohne Wasser. Der Brunnen würde dieses Problem lösen, kostet aber wieder ca. 15'000 Franken. Und dann haben wir noch einige andere Ideen, beispielsweise was die Berufsbildung betrifft.

Werdet ihr auch in Zukunft wieder eine Crowdfunding-Kampagne durchführen, um grössere Projekte zu finanzieren?
Das können wir uns sehr gut vorstellen. Beim nächsten Mal wissen wir dann auch, worauf wir uns einlassen. :-)

Was wir noch sagen wollten…
Wir danken allen, die uns unterstützt haben beim Crowdfunding, gerade auch die Funders-Mitarbeiter der NKB, die uns während der Kampagne begleitet haben. Dann hoffen wir sehr, dass uns der Gewinn des Funders-Awards und auch die vorangegangene Crowdfunding-Kampagne auch etwas helfen werden, um an grössere Beträge zu kommen. Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Und jetzt wird das Land durch den IS von Mali her zusätzlich so geschüttelt. Die Burkinabe sind so liebenswerte Menschen und ihr Leben ist hart. Wir freuen uns, wenn wir sie unterstützen und ihnen zur Seite stehen können. Und auf das hoffen wir noch viele Male.

Der letzte Besuch im April war wirklich sehr ermutigend. Und die Menschen dort waren so dankbar, dass wir ihnen helfen und weiterhin helfen werden. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es für die Menschen dort umso wichtiger zu wissen, dass sie mit mit den Problemen nicht alleine stehen.

Über das Projekt von HISON: Schulhausbau in Burkina Faso

HISON ist die Abkürzung für „Help the Isolated Needy“ (Hilfe für Bedürftige). Der Verein unterstützt Hilfsbedürftige in Ghana und Burkina Faso. Auf Funders hat der Verein ein Projekt zum Bau eines Schulgebäudes mit drei Klassenzimmern inklusive der Inneneinrichtung erfolgreich finanziert. Für diese Kampagne hat HISON den ersten Funders-Award gewonnen. 

www.funders.ch/hison 
www.hison.ch

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Plus 40 Prozent: Schweizer Crowdlending-Markt wächst auf 262 Millionen Franken

07.05.2019 um 14:07 von Phil

Der Schweizer Crowdlending-Markt ist 2018 gemäss der aktuellen Studie «Crowdlending Survey 2019» der Hochschule Luzern, PwC und der Swiss Marketplace Lending Association im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gewachsen. Damit vermittelten die 13 Plattformen in der Schweiz Kredite im Umfang von 262 Millionen Franken (2017: 187 Millionen Franken). Beeindruckend: 2015 lag das Volumen noch bei 8.4 Millionen Franken – dies entspricht nur 3.2% des Umfangs von 2018.

Grafik: Hochschule Luzern, PwC, SMLA. Für Vergrösserung anklicken. 

Grossteil der Kredite geht an Schweizer KMU – Wachstum verlangsamt sich

Den grössten Teil des Crowdlending-Brockens macht mit 134.4 Millionen Franken das «Business Crowdlending» aus, die Kreditvergabe an KMU. Das ist die Crowdlending-Form, die auch Funders anbietet. Das Volumen im «Real Estate Crowdlending» (hypothekarisch besicherte Kredite) belief sich 2018 auf 70.5 Millionen Franken, dasjenige von «Consumer Crowdlending» (Konsumkredite) auf 57 Millionen Franken. Obwohl sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verringerte, erwarten die Studienautoren weiterhin hohen Zuwachs.

 Grafik: Hochschule Luzern, PwC, SMLA. Für Vergrösserung anklicken. 

Institutionelle Investoren entdecken die Anlageklasse – kritische Grösse noch nicht erreicht

Die Studie zeigt, dass professionelle Anleger (Asset Manager, Family Offices, Fonds und vermögende Personen) sich zunehmend für Crowdlending interessieren. Deren Anteil an den finanzierten Kreditvolumen in der Schweiz ist noch einmal leicht gestiegen.

Die Autoren gehen davon aus, dass sich ab einem jährlichen Marktvolumen von 1 Milliarde Schweizer Franken ein weiterer Wachstumsschub abzeichnen könnte, da dann das Interesse von institutionellen Anlegern nochmals stärker geweckt wird.

Schweizer Markt im internationalen Kontext weiterhin im Rückstand

2018 lag das pro Einwohner investierte Volumen in der Schweiz bei 30 Franken (2017: 22 Franken). Damit ist die Schweiz noch weit entfernt von Werten weit entwickelter Märkte wie Grossbritannien (2017: 89 Franken) und den USA (2017: 119 Franken).

Vollständige Studie runterladen

Die vollständige Studie findest du hier:

Crowdlending Survey 2019 (Deutsch) 
Crowdlending Survey 2019 (Englisch)

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