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Fünf Tipps für ein gelungenes Handy-Video

15.03.2022 um 14:50 von Christian

Fünf Tipps für ein gutes Handy-Video

Achte auf guten Ton

Ein Video kann noch so gut gemacht sein, wenn der Ton nicht optimal ist, schalten die meisten schnell ab. Der Ton ist genauso wichtig wie ein gutes Bild. Neue Handys haben immer bessere Stabilisierung für wackelfreie Aufnahmen und höhere Auflösung. Auch die Mikrofone werden immer besser, aber leider lässt die Tonqualität mit eingebauten Mikrofonen immer noch zu Wünschen übrig. Wenn du in einem stillen Raum bist und eine gute Distanz zum Handy einhalten kannst, also ein bis zwei Meter, kannst du ohne weiteres das interne Mikrofon verwenden.

Wenn du aber in einer geräuschvollen Kulisse agierst oder dich z.B. in Form eines Rundgangs bewegst, empfehlen wir die Verwendungen eines externen Mikrofons. In diesem Fall eignet sich ein Lavaliermikrofon. Für diese gibt es auch entsprechende Adapter für das iPhone, welches oftmals keinen Klinkenstecker mehr hat.

Achtung: Es gibt Mikrofone für Videokameras und für Handys. Diese verwenden eine andere Technologie und sind nicht austauschbar. Es ist also wichtig, dass du ein Mikrofon für Smartphones besorgst und nicht eines für Videokameras.

Hier findest du einen guten Artikel in welchem verschiedene Mikrofone für das Smartphone vorgestellt werden.


Ein Lavaliermikrofon erhöht die Tonqualität.



Spreche natürlich, lerne nicht auswendig

Damit du dein Projekt so natürlich wie möglich präsentieren kannst, stell dir vor, hinter der Kamera steht dein bester Freund / deine beste Freundin und du erklärst ihm / ihr das Projekt. Du kannst auch ein Blatt hinter oder unter der Kamera platzieren mit den wichtigsten Stichwörtern, damit du auch nichts vergisst. Lerne den Text aber auf keinen Fall auswendig, denn das wirkt dann oft «steif» und unnatürlich für den Zuschauer.

Inhaltlich ist es wichtig, dass du alle W-Fragen beantwortest: also: wer, was, warum, wann und wo. Bedanke dich am Schluss gleich schon vorab für die Unterstützung deines Projekts.

Für längere Aufnahmen empfehlen wir ein Stativ zu benutzen. 










Verwende falls nötig ein kleines Stativ

Moderne Smartphones haben eine gute Bildstabilisierung. Dies führt dazu, dass ein Stativ für viele Aufnahmen nicht mehr nötig ist. Für längere Aufnahmen empfehlen wir trotzdem die Verwendung eines Stativs, um möglichst wackelfreie Aufnahmen sicher zu stellen.

In der Kürze liegt die Würze

Die Leute haben heutzutage nicht mehr viel Geduld. Versuch deshalb dein Video kurz und knackig zu halten. So stellst du sicher, dass die Leute das Video auch bis zum Schluss schauen. Manchmal hat ein Projekt viel Erklärungsbedarf oder es macht Sinn ein Projekt etwas detaillierter vorzustellen. In diesem Fall darf das Video auch mal etwas länger sein. Wichtig ist einfach, dass es nie langweilig wird.

Besorge dir das beste Smartphone aus deinem Umfeld

Es gibt grosse Qualitätsunterschiede bei Smartphones. Versuche in deinem Umfeld das beste Modell zu finden das du bekommen kannst. Besonders gut sind die neusten Modelle von Apple und Samsung.


Falls du Unterstützung brauchst beim Filmen deines Crowdfunding-Videos helfen wir dir gerne. Melde dich einfach bei uns.

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Fünf Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne

27.01.2022 um 15:31 von Christian

1. Mit einer guten Vorbereitung hast du fast gewonnen

Deine Community muss vor dem Kampagnenstart gebildet sein! Stelle sicher, dass du folgende Punkte abgedeckt hast:

  • Hast du genügend Mailadressen gesammelt? (100 Mailadressen sind OK, 1000 Mailadressen sind besser ;-)
  • Hast du genügend Handy-Nummern gesammelt, um WhatsApps-Nachrichten zu versenden?
  • Hast du deine Social-Media Accounts (Facebook, LinkedIn und Instagram) aktualisiert und neue Follower gewonnen?

Soferm du bei diesen 3 Punkten überall klar JA sagen kannst, kannst du weiter zu Schritt 2.


2. Betrachte deine Crowdfunding-Kampagne als Marketing-Kampagne

Um mit deiner Crowdfunding-Kampagne Erfolg zu haben, musst du die Grundsätze einer Marketing-Kampagne verstehen und umsetzen. Folgende Fragen sind dazu hilfreich:

  • Wer will ich erreichen (Zielgruppe)?
  • Wie ist meine Tonalität (witzig, frech, trocken, langweilig...)?
  • Ist meine Botschaft eindeutig und klar verständlich?
  • Weckt mein Projekt Emotionen und wird dadurch teilbar auf den sozialen Medien?
  • Hast du mögliche Medienpartner evaluiert, um deine Reichweite auszubauen?
  • Ist meine Website ready für die Kampagne?


3. Attraktive Gegenleistungen

Gegenleistungen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Erfolg deiner Kampagne. Am Besten bietest du folgende Gegenleistungen an:

  • Attraktive Gegenleistungen: attraktiv bedeutet günstiger als im "echten" Leben. So kannst du zum Beispiel einen Abverkauf deiner Produkte machen. Je rascher jemand ein Produkt bestellt, desto günstiger ist der Preis.
  • Limitierte Gegenleistungen: Verknappe deine Gegenleistungen und kommuniziere dies auf deinen Kanälen. Zum Beispiel: Wir haben nur noch 2 Gegenleitungen für CHF 140. Jetzt buchen und profitieren!
  • Exklusive Gegenleistungen: Entwickle Gegenleistungen, die nur auf Funders verkauft werden und die es sonst nirgends gibt. Das kann ein T-Shirt sein, einen speziellen Event oder ein Bild etc.

Am besten sind all deine Gegenleistungen attraktiv, limitiert und exklusiv. Du kannst sehr kreativ werden und alles mögliche anbieten.


4. Über Geld spricht man nicht, oder eben doch?

Setze dein Kampagnen-Ziel möglichst realistisch. Egal ob es CHF 1000 oder CHF 100'000 sind... dein Finanzierungsziel muss verständlich und nachvollziehbar sein, sprich transparent. Sofern du dein Projekt eh umsetzen wirst - egal ob die Kampagne erfolgreich ist oder nicht - musst du deinen Fokus auf die Gegenleistungen setzen und NICHT auf das liebe Geld.


5. Man kann nicht nicht kommunizieren

Die Kommunikation ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor deiner Kampagne. Folgende Punkte musst du zwingend beachten:

  • Pitch-Video: Setze dich und dein Team in das best mögliche Licht und erkläre in einem kurzen, knackigen Video um was es dir und in deinem Projekt geht. Das Video darf natürlich witzig und kreativ sein. Stelle dir immer folgende Frage: Würde ich das Video auch gerne auf meinen Social-Media Account teilen und liken?
  • Baue Testimonials von bestehen Kunden ein und nutze diese als "Influencer"
  • Kommuniziere den aktuellen Stand deines Projekts regelmässig auf allen Kanälen und bedankte dich bei deinen Unterstützer zeitnah.
  • Benutze unsere Blogfunktion, um deine Unterstützer auf dem Laufenden zu halten.

Erfüllst du all diese 5 Punkte, steht der Realisierung deines Traumes nichts mehr im Wege. Vergiss nicht: eine Crowdfunding-Kampagne ist mit viel Arbeit und Schweiss verbunden. Aber keine Angst - das Funders-Team unterstützt dich bestmöglichst in deinem Vorhaben. Nimm einfach Kontakt auf und wir helfen dir.

Bildquelle: Titelbild: Copyright: 123rf andreypopov

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Der Funders Jahresrückblick in Zahlen

27.01.2022 um 14:52 von Christian

Erfreulich hohe Anzahl abgeschlossener Supporting-Projekte

Auch im Jahr 2021 lief so einiges auf unserer Plattform. Insgesamt wurden dieses Jahr über 50 Projekte erfolgreich finanziert. In diesem Jahresrückblick schauen wir auf die wichtigsten Kennzahlen des letzten Jahres zurück und zeigen dir unter anderem, was für Zahlen ein durchschnittliches Projekt aufweist und aus welchen Regionen der Schweiz die meisten Projekte stammten.  

Im Jahr 2021 wurden über die Plattform Funders insgesamt 56 Projekte erfolgreich finanziert. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre von 47 Projekten. Seit der Lancierung unserer Plattform wurden bisher nur im Jahr 2020 mit 61 Fundings noch etwas mehr Projekte erfolgreich finanziert. Trotz etwas weniger erfolgreicher Projekte als im Vorjahr konnte die jährlich realisierte Fundingsumme über alle Projekte um über 30'000 Schweizer Franken auf fast 1.5 Millionen Franken gesteigert werden. Auch im Jahr 2022 stehen die ersten Projekte bereits wieder vor dem erfolgreichen Abschluss oder sind neu gestartet, wie zum Beispiel das Supporting-Projekt 'Albumproduktion vocabular'. 

Neben den erfolgreichen Supporting-Projekte konnte anfangs Januar 2022 auch die Finanzierungsphase des Lending-Projekts 'Wachstumsfinanzierung AureusDrive GmbH' mit einem beachtlichen Fundingziel von 120'000 Schweizer Franken erfolgreich abgeschlossen werden. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass wir das hohe Niveau erfolgreicher Projekte auch im 2022 halten bzw. übertreffen werden.







Abbildung 1: Entwicklung Anzahl erfolgreich finanzierter Projekte und realisierter Fundingsumme seit Lancierung  von Funders 

Ein Blick auf ein durchschnittliches Funders Supporting-Projekt

Gerne zeigen wir dir, was für Kennzahlen ein durchschnittliches Projekt auf Funders im vergangenen Jahr charakterisierte. Ein typisches Funders-Projekt befand sich 2021 im Schnitt 49 Tage in der Finanzierungsphase. So zum Beispiel das Projekt 'Luzern zu Tisch', welches für die erfolgreiche Finanzierung exakt 49 Tage live war. Die durchschnittliche Fundingschwelle für ein Projekt lag 2021 bei rund 16'000 Schweizer Franken. Erfreulicherweise betrugt die durchschnittlich effektiv erreichte Fundingsumme rund 18'000 Schweizer Franken. Somit wurden im Schnitt 2'000 Franken mehr gesammelt als geplant. Das Projekt 'Hunde-Hilfe.ch' mit einer Fundingschwelle von 15'000 Franken und einer erreichten Fundingsumme von rund 16'500 Franken wiederspiegelt für diese Kennzahl ein typisches Projekt auf unserer Plattform. Ein Projekt konnte im Jahr 2021 durchschnittlich auf 80 Unterstützer zählen. Mit über 600 Unterstützern war das Projekt 'eine Wasserrutschbahn im Sarneraatal' im Jahr 2021 klarer Spitzenreiter was die Anzahl Unterstützer anbelangt.

Was zeichnet ein typisches Lending-Projekt auf Funders aus?

Ein erfolgreiches Funders Lending-Projekt verfügt mit einem durchschnittlichen Fundingziel von rund 83'000 Schweizer Franken erwartungsgemäss über ein deutlich höheres Ziel als Supporting-Projekte. Dabei werden im Mittel pro Projekt Darlehenssummen von insgesamt über 112'000 Schweizer Franken angeboten. Die gewährten Darlehen teilen sich im Schnitt auf 13 Darlehensgeber pro Projekt auf. Dies bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 5.5% und einer Laufzeit von 48 Monate. Diese Zahlen zeigen, dass ein Lending-Projekt für beide Parteien, Darlehensnehmer und -geber attraktiv sein kann. Darlehensnehmer erhalten günstige Konditionen für Firmenkredite sowie zusätzliche Reichweite und Anleger profitieren von attraktiven Renditen.

Projekte aus Sport, dem Food Bereich sowie dem Kt. Luzern und Kt. Bern dominierten im 2021 

Im Jahr 2021 wurden am meisten Projekte aus der Kategorie Sport, gefolgt von Projekten aus den Bereichen Food und Soziales umgesetzt. Die Projekte aus der Kategorien Sport und Musik konnten zudem im Schnitt auf über 150 bzw. 140 Unterstützer zählen. So zum Beispiel das Projekt 'Helfen Sie uns den Skilift zu retten!' aus der Kategorie Sport, welches von über 150 Personen unterstützt wurde. Besonders erfolgreich waren die Projekte aus den Bereichen Musik, Design/Kunst und Journalismus/Literatur. Jedes lancierte Projekt in diesen drei Bereichen wurde erfolgreich finanziert, was einer Erfolgsquote von 100% entspricht.















Abbildung 2: Verteilung der Kategorien             Abbildung 3: Ø Anzahl Unterstützer für ein Projekt pro Kategorie im Jahr 2021    

Richten wir den Blick auf die Herkunft der Projekte stellen wir fest, dass diese im Jahr 2021 praktisch aus der ganzen Deutschschweiz stammten. Führend war der Kanton Luzern gefolgt von den Kantonen Bern, Zürich, Obwalden und Aargau. Besonders erfolgreich waren dabei Projekte aus den Kantonen Luzern und Zürich, welche eine Erfolgsquote von gut 90% aufwiesen. Was die durchschnittliche Anzahl Unterstützer pro Projekt anbelangt, schwingt der Kanton Obwalden mit Abstand oben aus. Im Schnitt konnte ein Projekt aus dem Kanton Obwalden auf über 200 Unterstützer zählen. Mit der Aufschaltung der französischen Version unserer Plattform hoffen wir im kommenden Jahr auch Projekte aus der Westschweiz erfolgreich finanzieren zu können.










Abbildung 4: Verteilung der Projekte auf Kantone 

Was bedeuten die Statistiken für dein nächstes Projekt?

Die Zahlen können dir zum Beispiel bei der Bestimmung der Laufzeit oder der Fundingschwelle deines Projekts hilfreich sein. Statistiken vergangener Projekte geben einen Eindruck was tendenziell gut und was schlecht funktioniert hat. Wir verwenden die oben vorgestellten Zahlen und viele weitere Statistiken dazu, um unsere Plattform und vor allem die Projekte unserer Funders fortlaufend zu optimieren. So können wir z.B anhand der Daten die optimale Zeitspanne für ein Projekt aus einer bestimmten Kategorie eruieren oder die potentiell passende Fundingschwelle bestimmen. Die Daten fliessen auch in unsere Beratungsgespräche, um dein nächstes Projekte so optimal und erfolgreich wie möglich umzusetzen. Benötigst du Hilfe oder hast du Fragen zu deinem Projekt? Dann melde dich via Kontaktformular bei uns.

Quelle Titelbild: Copyright: 123rf yarruta

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Eine Wasserrutschbahn für das Hallenbad in Obwalden

26.01.2022 um 15:07 von Christian

Eines der grössten Projekte auf Funders im letzten Jahr war das Crowdfunding für eine neue Wasserrutschbahn für das Sarneraatal. Das Projekt ist in der lokalen Bevölkerung auf eine grosse Resonanz gestossen. Über 600 Unterstützer haben 140`'000.- Franken gesprochen, um die Rutschbahn möglich zu machen.

Ein Teil des Erfolgs haben sicher auch die tollen Gegenleistungen ausgemacht, welche sich die Betreiber des Aquacenter Obwalden in Kerns haben einfallen lassen. So konnte man z.B. für 50.- den Namen eines Kindes im Hallenbad auf einem Kunstwerk «verewigen». Dazu gibt’s noch einen Eintritt und eine Urkunde. Oder man kann gleich das ganze Hallenbad für sich allein haben, nämlich dann, wenn es offiziell geschlossen ist. Auch ein Sponsoring der Tritte hoch zur Rutschbahn wie eine lebenslange, exklusive Gold Mitgliedschaft waren Teil eines attraktiven Mix an kreativen und limitierten Gegenleistungen.

Das Crowdsupporting deckt jedoch nur einen Teil der Gesamtinvestition für die Rutschbahn. Die Rutschbahn kostet alles in Allem etwas über 800'000.- Franken. Der Rest wird über Sponsoringverträge und eine Aktienkapitalerhöhung aufgetrieben.

Nebst einem neuen und erweiterten Hallenbad dürfen sich die jährlich rund 80'000 Besucher also auch auf eine Wasserrutschbahn als neue Attraktion freuen. Über ein eigenes Treppenhaus werden die Wasserratten in die 48 Meter lange isolierte kurvige Röhre steigen, die durchs Freie und dann ins Auslaufbecken im Gebäudeinnern führt. Ein Wandbild vom Stanser Illustrator Diego Balli wird die Rutschbahn-Gäste beim Anstehen auf eine Tour durch Obwalden mitnehmen.

Wir vom Funders Team freuen uns sehr über den erfolgreichen Abschluss dieses Projekts auf unserer Plattform. Es sind genau diese Projekte, welche einer Gemeinde einen Mehrwert an Lebensqualität bringen und entsprechend von der lokalen Bevölkerung unterstütz werden, welche den Grundgedanken des Crowdfundings auf den Punkt bringen.

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Crowdfunding-Plattformen in der Schweiz: Finanzierung für KMU

27.10.2021 um 14:35 von Daniel

Die Betreiber der Plattform treuhand-suche.ch haben einen guten Beitrag zum Thema Crowdfunding publiziert. So werden einige Plattformen wie Funders verglichen. Ebenso zeigt der Blogbeitrag auf, für wen und für was eine Crowdfunding-Kampagne geeignet ist und was es zu beachten gilt. Wir von Funders meinen: ein lesenswerter Blogbeitrag.

Link zum ganzen Beitrag: https://treuhand-suche.ch/blog/crowdfunding-plattformen

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Luzerner E-Bike-Firma AureusDrive gewinnt den Neuunternehmerpreis 2021

08.09.2021 um 14:19 von Daniel

Am 18.11.2017 startete das Start-up AureusDrive die erste von vier Kampagnen auf Funders. Auf drei Crowdsupporting-Kampagnen folgte eine Crowdlending-Kampagne. Gesamthaft hat AureusDrive über CHF 344'000 mit Funders generiert. Ein sehr grosser Erfolg! Der Erfolg von AureusDrive wurde nun mit dem  Zentralschweizer Neuunternehmerpreis 2021 gekrönt. Mit dem Preisgeld von CHF 10'000 wollen die beiden Gründer ihre Expansion in die EU starten.

Gut zwei Jahre ist es her, da hat die Luzerner Zeitung über die zwei Tüftler Gabriel Barroso und Sergio Tresch berichtet, die sich an der Hochschule Luzern kennen gelernt hatten. Ihr Ziel damals: 45 km/h schnelle, aber vor allem günstige – unter 3000 Franken – E-Bikes zu verkaufen, um Pendler zum Umstieg auf die ökologischere Alternative zu motivieren.

Inzwischen ging es für ihr Jungunternehmen AureusDrive mit Geschäft in Luzern weiter steil aufwärts. Schon elf Angestellte beschäftigten sie und die Velos können in verschiedenen grösseren Schweizer Städten an automatisierten Teststationen getestet werden. 600 ihrer E-Bikes verkauften sie alleine in diesem Jahr. Auch beim Preis haben sie Wort gehalten, zwei der Modelle kosten knapp 3000 Franken, ein drittes 4000, dieses hat einen grossen Akku für Langstreckenpendler mit einem Arbeitsweg von über 30 Kilometer.

Diesen Erfolg honoriert nun auch die Jury des Zentralschweizer Neuunternehmerpreises, der nach einer Coronapause 2020 am Dienstagabend in der Messe Luzern zum 27. Mal von der Gewerbe-Treuhand verliehen wurde. AureusDrive konnte sich neben 19 anderen Neuunternehmungen durchsetzen.

Das ganze Funders-Team gratuliert AureusDrive herzlich zu diesem tollen Erfolg.

Übrigens:
Demnächst lancieren wir eine weitere Crowdlending-Kampagne mit AureusDrive. So kannst auch Du vom Erfolg von AureusDrive profitieren. Die Erfolgsgeschichte zusammen mit Funders geht weiter - wir freuen uns!

Weiterführende Links:

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Crowdfunding-Monitor 2021: Viele Corona-Hilfen über Internetplattformen

01.07.2021 um 15:23 von Daniel

Im Jahr 2020 erreichte das Volumen im Crowdfunding-Markt ein weiteres Mal einen Rekordwert, wie der Crowdfunding-Monitor der Hochschule Luzern zeigt. So wurden über Schweizer Crowdfunding-Plattformen Projekte im Umfang von insgesamt 606.6 Millionen Franken finanziert. 

Wachstum unterschiedlich in Crowdfunding-Bereichen

Das Volumen-Wachstum innerhalb der Crowdfunding-Kategorien fiel 2020 vor allem Covid-19-bedingt unterschiedlich aus. Insgesamt sehr positiv waren die Effekte der Covid-19-Pandemie für den Bereich Crowdsupporting/Crowddonating, wo das Volumen von 24.6 Millionen im Jahr 2019 auf 44.6 Millionen Franken stieg (plus 82 Prozent; siehe Grafik). Die zuvor hohe Wachstumsdynamik im Crowdlending hingegen wurde durch Covid-19 gestoppt. Das Marktvolumenstieg gegenüber dem Vorjahr nur noch um sieben Prozent auf 448 Millionen. Im Bereich Crowdinvesting war das Volumen rückläufig und betrug 2020 noch 114 Millionen Franken (-26Prozent).

Boom dank Corona-Projekten

Besonders im Bereich Crowdsupporting/Crowddonating wurden aufgrund der Coronakrise viele neue Kampagnen durchgeführt.Bei dieser Form des Crowdfundings werden für soziale, karitative, kulturelle oder unternehmerische Projekte Gelder gesammelt. Teilweise ist die Spende an keine Gegenleistung geknüpft, teilweise erhält der Investor oder die Investorin für seinen Beitrag beispielsweise ein Produkt oder einen Gutschein für das Projekt, das er oder sie unterstützt hat. 

Im letzten Jahr kamen die finanzierten Gelder oft dem lokalen Gewerbe oder Freischaffenden zugute. Einerseits wurden diese Kampagnen über bestehende Schweizer Crowdfunding-Plattformen finanziert. Diese führten meist gezielte Initiativen durch, um solche Kampagnen schnell und einfach zu ermöglichen. Andererseits entstanden auch etwa 40 temporäre Plattformen, die lediglich ein paar Monate online waren. Auf diesen temporären Plattformen wurden während des Lockdowns häufig Gutscheine verkauft, welche dann zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden können. 

Rund 270'000 Menschen haben sich an Projekten beteiligt

Die Studienautoren Andreas Dietrich und Simon Amrein von der Hochschule Luzern schätzen, dass im Jahr 2020 rund 270'000 Schweizerinnen und Schweizer Geld für Crowdfunding-Kampagnen gegeben haben.Andreas Dietrich: «Ich gehe davon aus, dass 2020 viele Personen zum ersten Mal ein Projekt online finanziert haben. Finanzierungen über das Internet haben sich somit weiter verbreitet.»

Wachstum von Crowdlending gebremst

Negative Effekte der Covid-19-Krise waren insbesondere im Bereich Crowdlending zu sehen. Zwar ist das Crowdlending-Volumen insgesamt um 7.1 Prozent gewachsen und der Markt für Crowdlending ist volumenmässig noch immer die wichtigste Crowdfunding-Kategorie in der Schweiz. Im Segment der KMU-Kredite war aber ein Rückgang des Volumens von 60.1 Prozent auf noch 95.9 Millionen Franken zu verzeichnen. Grund für diesen Volumenrückgang war in erster Linie das Covid-19-Kreditprogramm des Bundes, über welches KMU von Banken Kredite bis 500'000 Franken zinslos und ohne Kreditprüfung erhielten. «Die Crowdlending-Plattformen wurden in diesem Kreditprogramm nicht miteinbezogen», so Dietrich. Das Volumen von Konsumkrediten über Crowdlending-Plattformen ging 2020 ebenfalls zurück, von 67.7 auf 55.4 Millionen Franken. Kräftig zulegen konnten hingegen Immobilienkredite, deren Volumen auf 296.7 Millionen Franken stieg.

Für das Jahr 2021 rechnen die Studienautoren insgesamt wieder mit einem höheren Wachstum des Schweizer Crowdfunding-Marktes und mit einem Volumen zwischen 650 und 850 Millionen Franken.

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«Rettet unser Heimetli» hat den Nerv der Zeit getroffen

02.03.2021 um 11:00 von Daniel

Warum war das Projekt «Rettet unser Heimetli» so erfolgreich?

Daniel Lütolf: Erfolgreiche Projekte haben meist folgende Gemeinsamkeiten: Sie sind einfach zu verstehen, sie sind nachvollziehbar, sind sympathisch und sie wecken positive Emotionen. «Rettet unser Heimetli» hat offenbar einen Nerv in der Öffentlichkeit getroffen. Dadurch ist eine Eigendynamik entstanden, die sich so nie planen lässt. Dass die Projektstarter – besonders Andreas Käslin – mit den Jodlern in der Öffentlichkeit stehen, hat sicher auch bei der Verbreitung des Projektes geholfen.

«Rettet unser Heimetli» sammelte über CHF 220'000 und wurde durch die Nidwaldner Kantonalbank betreut.

Welches sind die grössten Stolperfallen beim Crowdfunding?

Das Wichtigste ist, dass die Community vor dem Projektstart aufgebaut werden muss. Es gibt immer wieder Projektstarter, die ein Crowdfunding-Projekt starten wollen, mit dem Ziel, Reichweite zu generieren. Dies ist klar ein falscher Ansatz und ein Denkfehler. Reichweite entsteht durch eine bereits vorhandene Community und kann so vergrössert und erweitert werden. Vielfach sind Projekte unklar formuliert und die Ziele sind zu vage.

Ebenso wird der Aufwand für ein Crowdfunding-Projekt oft unterschätzt. Bei grösseren Projekten haben wir oftmals eine Vorbereitungszeit von bis zu einem halben Jahr. Es braucht ein «gutes» Video, einen klaren Projekt-beschrieb sowie einen Marketing- und Kommunikationsplan. Dies beinhaltet z. B. Social Media Accounts, Newsletter, Website usw. sowie mögliche «Offline-Events», um Aufmerksamkeit zu wecken (z. B. mittels Flash-Mobs). 

Ein Crowdfunding-Projekt kann auch als Markttest gesehen werden: Funktioniert das Projekt überhaupt nicht, müssen die Starter wieder zurück auf Feld 1. Und dies beinahe kostenlos. So gesehen kann auch ein erfolgloses Projekt ein erfolgreiches Projekt sein.

Wie wichtig sind die Gegenleistungen?

Gegenleistungen sind grundsätzlich sehr wichtig und sind ein wesentlicher Treiber für den Projekterfolg. Gegenleistungen sollten immer attraktiv, limitiert und exklusiv sein. Also Leistungen, welche ich ausschliesslich beim Crowdfunding-Projekt erstehen kann (exklusiv). Vielfach machen wir auch einen klassischen Abverkauf von Produkten: Ganz nach dem Motto «der Schnellere hat es günstiger» (attraktiv). Die künstliche Verknappung einer Gegenleistung ist auch eine gute Möglichkeit (limitiert).

Klassische Spenden (also ohne Gegenleistungen) gibt es ab und zu bei sozial gelagerten Projekten. Aber der Umfang vom «Rettet unser Heimetli» ist sehr aussergewöhnlich und sehr selten. Sie haben – wie bereits erwähnt – wohl einen Nerv in der Öffentlichkeit getroffen.

Das Interview erschien im Landwirtschaftsmagazin "Die Grüne". Hier kannst du den ganzen Artikel lesen: https://www.diegruene.ch/artikel/neuer-anbindestall-dank-crowdfunding-projekt-rettet-unser-heimetli

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Für alles was Räder hat

26.10.2020 um 14:37 von Phil

Ein Bewegungsort für Jung und Alt und für alles, was Räder hat. Das ist der Rollsportpark in Schüpfheim. Vor mehr als zwei Jahren haben die Köpfe hinter dem Park ihr Crowdfunding-Projekt erfolgreich abgeschlossen; fast eineinhalb Jahre ist der Park nun bereits offen. Grund genug, um mit den Startern zurückzublicken – und auch vorauszuschauen. 

Für das Interview sprachen wir mit Tom Felder vom Trägerverein Rollsportpark Schüpfheim. 

Wann konntet ihr euch das letzte Mal selbst im Park austoben?
Die ganze Zeit! Es ist zwar so, dass einige von uns wegen des Studiums oder der Arbeit von Schüpfheim wegezogen sind; trotzdem treffen wir uns immer wieder im Rollsportpark auf eine Session. Das ist eine super Gelegenheit, einander wiederzusehen.

Seit fast eineinhalb Jahren existiert der Rollsportpark Schüpfheim. Wie geht es euch, wenn ihr das hört? 
Das erfüllt uns vor allem mit Stolz. Obwohl es den Rollsportpark «erst» seit eineinhalb Jahren gibt, hat er sich schon als «der» Bewegungsort und Treffpunkt für alle Altersklassen in Schüpfheim etabliert.

Seid ihr mit dem bisher Erreichten zufrieden?
Ja, wir sind sehr zufrieden. Es ist schön zu sehen, wie gut der Park besucht wird. Das ist genau das, was wir erreichen wollten: Eine Bewegungszone und einen Treffpunkt für Jung und Alt schaffen, indem wir allen etwas bieten.

Früh übt sich: Auch der Nachwuchs kann sich im Rollsportpark austoben. 

Bild: Philipp Schmidli. Mit freundlicher Genehmiung der CKW

Ihr schreibt, dass der Park sich an Jung und Alt richtet. Wie können wir uns das vorstellen?
Wie schon gesagt, wollen wir für alle Altersklassen etwas bieten. Sei es sportlich oder einfach nur als Treffpunkt. Auf der sportlichen Seite haben wir den Park so eingeteilt, dass wir für absolute Anfänger bis zum Profi interessante «Lines» und «Features» haben.

Dies haben wir mit drei verschiedenen Pumptracks und einer Bowl realisiert: Ein Pumptrack wurde extra für Rollstuhlfahrer konzipiert, einer für Kinder und einer für Erwachsene. Die Bowl schliesslich ist eher für Fortgeschrittene gedacht. Somit kann sich jede Person, egal welche Altersklasse und ob sportlich oder nicht, auf unserer Anlage sportlich betätigen. Dieses Konzept erlaubt es auch, sich an die Sportgeräte langsam heranzutasten. Wenn jemand beispielsweise mal das Skateboarden ausprobieren möchte, muss er das nicht gleich in der Bowl tun.


Begriffe erklärt: Was sind Pumptracks und Bowls?

Ein Pumptrack ist eine bis zu 2 Meter breite Piste aus Bodenwellen und Steilwandkurven für Anfänger und Fortgeschrittene. Durch schwungvolle Bewegungen wird Geschwindigkeit aufgenommen, sodass die ganze Runde beliebig oft und ohne zu pedalieren gefahren werden kann.

Eine Bowl kann man sich als leeren Swimmingpool vorstellen. Die gemäss den Bedürfnissen der Jugendlichen konzipierte Skateanlage ermöglicht verschiedenste Varianten der Fortbewegung und richtet sich an fortgeschrittene Fahrer. Sie ist vor allem für Skateboarder, Inlineskater und BMXer gedacht

Für jeden etwas dabei: Vorne die Bowl, hinten die Pumptracks.  

Bild: Sascha Duss.  


Für welche Geräte ist der Park geeignet?
Für alle Rollsportgeräte, die nicht motorisiert sind. Am meisten sehen wir Bikes, Skateboards und Scooters.

Die letzten Monate waren sicherlich auch für euch eine Herausforderung. Wie seid ihr damit umgegangen?
Ja, auch wir mussten uns natürlich den Umständen anpassen. Wir haben während des Lockdowns ein Online-Buchungssystem eingeführt, mit dem man sich anmelden und seine Zeit im Rollsportpark reservieren musste.

Zusätzlich wurde der ganze Park von aussen mit Gittern abgesperrt. Es gab nur noch einen Eingang und da wurden auf die Sicherheitsmassnahmen und besonderen Regeln hingewiesen. Somit konnten wir die Anzahl Besucher, die gleichzeitig auf dem Park waren, auf maximal 5 Personen beschränken. Dies hat sehr gut funktioniert.

Über das Crowdfunding-Projekt

Kommen wir zu eurem Projekt. Wie kam es zu einem Rollsportpark?
Die Geschichte nahm vor 17 Jahren ihren Anlauf. 2003 hatten sich Jugendliche in Schüpfheim schon nach einer Skateanlage gesehnt. Es wurde dann eine rudimentäre Halfpipe aus Holz errichtet, die schon im Jahre 2011 witterungsbedingt abgerissen werden musste. Danach hat sich eine Gruppe von Jugendlichen zusammengefunden, die sich für eine anständige Skateanlage einsetzte. Ich selber war da mittendrin und hatte mich 2013 entschieden, meine Maturaarbeit diesem Vorhaben zu widmen.

So erstellte ich während eines Jahres ein Konzept für eine Skateanlage in Schüpfheim. Leider war das Interesse beim Gemeinderat für eine Skateanlage damals relativ gering. 2016 wurde ich dann von der Gemeinde orientiert, dass sich mit Bruno Schnider eine Gruppe gebildet hatte, die in Schüpfheim auf dem Schachemättili einen Pumptrack realisieren möchte. Wir sind relativ schnell zusammengesessen und haben uns über mögliche Kombinationen von Pumptrack und Skateanlage ausgetauscht. Wir konnten immer mehr gute Leute beiziehen, und somit führte eines zum anderen.

Was war die Initialzündung, die Idee auch wirklich in die Tat umzusetzen?
Für mich war das der Moment, als sich die zwei Gruppen gefunden und gemeinsam entschieden hatten, einen Park mit Pumptrack und Skateanlage zu kombinieren. Das war auch der Moment, bei dem wir die Unterstützung der Gemeinde spürten. Die Idee, einen Pumptrack mit einer Bowl zu kombinieren, war einzigartig in der Schweiz. Das hat uns noch mehr Mut gemacht, das Ganze wirklich umzusetzen.

Brachten den Park ins Rollen: Die Köpfe hinter dem Park. 

Bild: Yannik Röösli

Bei der Umsetzung musstet ihr die Bedürfnisse verschiedener Gruppen berücksichtigen, von der Gemeinde bis zu skatenden Jugendlichen. Wie seid ihr bei der Planung und Umsetzung vorgegangen?
Das war wirklich nicht immer ganz einfach. Auch bei uns im Trägerverein gab es immer wieder Meinungsverschiedenheiten. Am Schluss war es für uns wichtig, dass wir mit dieser Anlage der ganzen Bevölkerung etwas bieten: sei es dem Kind auf dem Scooter, dem Profiskater, den Eltern mit dem Bike oder den Grosseltern, die Zeit mit ihren Enkeln verbringen wollen. Deshalb haben wir uns auch dafür entschieden, eine gute Infrastruktur zu errichten, die es erlaubt, Toiletten anzubieten und einen Kiosk inkl. Vermietung von Sportgeräten zu führen. Dies kam bei der Gemeinde und den Sponsoren sehr gut an.

Warum habt ihr Crowdfunding als Finanzierungsform gewählt?
Das Crowdfunding war für uns eine zusätzliche Finanzierungsform für die Bowl. Wir hatten schon einiges an Sponsorengeldern zusammen, es fehlte jedoch noch etwas für die Realisierung der Bowl. Mithilfe des Crowdfundings konnten wir auf Social Media sehr viele verschiedene Personen erreichen, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die uns dann mithilfe von Funders unterstützten und uns somit den Traum der Bowl erfüllten.

Was war für euch der Grund, Funders zu wählen?
Funders war damals in der Anfangsphase und wurde uns von der Luzerner Kantonalbank empfohlen. Nachdem wir die Tarife und Leistungen von Funders mit anderen Crowdfunding-Anbietern verglichen hatten, stellten wir fest, dass Funders für uns die beste Option war. Ein grosser Beweggrund war sicherlich auch, dass Funders lokal in Luzern verankert ist und wir immer einen persönlichen Ansprechpartner hatten.

Wie habt ihr es geschafft so viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu mobilisieren?
Durch unser breites Netzwerk, sei es auf Social Media oder in der Gemeinde selber.

Worauf seid ihr besonders stolz?
Am meisten stolz sind wir auf die vielen positiven Rückmeldungen, die wir heute erhalten und die hohe Besucherzahl, die wir immer wieder feststellen dürfen. Das gibt einem die Bestätigung, etwas richtig gemacht zu haben.

Gibt es etwas, das ihr rückblickend anders machen würdet?
Im Nachhinein gibt es immer Sachen, die man anders hätte machen können. Grundsätzlich sind wir aber sehr zufrieden, wie wir vorgegangen sind. Dinge wie den Unterhalt und den Kioskbetrieb hätten wir zum Beispiel etwas früher mit der Gemeinde aushandeln können. Das sind schlussendlich aber Details.

Welchen Tipp habt ihr für andere Starter?
Das Wichtigste, um ein solches Projekt zu realisieren, ist grosse Überzeugung und viel Ausdauer. Und dass man den Mut und den Glauben daran nicht verliert. Wir standen immer wieder vor grösseren Hürden, die teilweise auch viel Zeit kosteten. Aber solange alle zusammen an einem Strick ziehen und motiviert sind, ist extrem viel möglich.

Dran bleiben, auch wenn's nicht so rollt - das Erfolgsrezept für die Starter.  

Bild: Yannik Röösli. 

Schauen wir gemeinsam in die Kristallkugel: Was sind eure Pläne für die Zukunft des Parks?
Unser Ziel ist es, dass der Park in den nächsten 10-20 Jahren so gut wie heute genutzt wird. Wir planen auch grosse Events im Park durchzuführen, wie zum Beispiel den Red Bull Pumptrack World Championship Qualifier und die PumpKing Challenge. Deshalb ist es unser Ziel, den Park top zu unterhalten und Restaurationen umgehend vorzunehmen, sobald solche anstehen. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass wir den Park irgendwann mal erweitern werden.

Das wollten wir schon immer einmal sagen:
Danke an alle, die an uns geglaubt und uns unterstützt haben. :-) Wenn ihr an einem ähnlichen Projekt dran seid, dann dürft ihr auch immer gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Wir helfen gerne weiter. Es lohnt sich, dranzubleiben!

Über den Rollsportpark Schüpfheim

Der Rollsportpark Schüpfheim ist ein Bewegungsort für Jung und Alt. Auf der Sportanlage können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren Rollsportgeräten austoben. Der Park besteht aus mehreren Pumptracks und einer Bowl. Er beinhaltet zudem ein Betriebsgebäude mit Kiosk, Vermietung und Toiletten. rollsportpark.com 


Titelbild: Yannik Röösli. 

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Coronahilfe mit Crowdfunding

04.09.2020 um 15:03 von Phil

Die Coronapandemie hat viele Unternehmen hart getroffen. Um schnelle Hilfe zu leisten, hat funders.ch ein Crowdsupporting für Betroffene auf die Beine gestellt. Die Hilfe ging sogar weit in die Schweiz hinaus.

INGWR Drinks wurde vom Lockdown der Restaurants auf dem falschen Fuss erwischt. Das Start-up stellt Tees und Limonaden aus frischem, fair gehandeltem Ingwersaft her. Dabei arbeitet das junge Luzerner Team mit Bio-Ingwer-Bauern in Indien zusammen. Weil die Verkäufe in die Gastronomie ausfielen, blieb INGWR auf 300 Litern Tee sitzen. «Um zu verhindern, dass wir die Ware verschwenden müssen, entschieden wir uns, ein Crowdfunding zu lancieren», sagt Kevian Steiner, Mitbegründer des Unternehmens.

Wer das Projekt unterstützte, half somit nicht nur dem Start-up, sondern leistete auch einen Beitrag gegen Foodwaste. Dies kam auch bei der Crowd gut an: Die Ingwer-Aktion generierte über 6500 Franken – fast alle Teeflaschen konnten gerettet und an die knapp 100 Unterstützerinnen und Unterstützer nach Hause verschickt werden. Inzwischen sind Restaurants und Bars wieder offen und somit auch die Luzerner Ingwertees wieder erhältlich.

Schon zum zweiten Mal erfolgreich

Auch der SC Kriens hat sich dazu entschieden, ein Coronaprojekt auf funders.ch zu realisieren. «Die Krise trifft unseren Verein hart», sagt Tom Tobler, Sprecher des Challenge-League-Vereins. Da zwischen März und Juni keine Heimspiele durchgeführt werden konnten, entgingen dem Verein Einnahmen von rund 100’000 Franken. Um den Verein finanziell zu entlasten, hat der SCK für fast alle Mitarbeitenden Kurzarbeit angemeldet. Doch das allein reichte nicht. «Bei uns stopfen keine Mäzene finanzielle Löcher», so Tobler. Dafür kann der Verein auf treue Mitglieder und Fans zählen: In den vergangenen Monaten hat der SCK mit der Aktion «Zäme is Chlifäld» über 16'000 Franken gesammelt. 

Dass der SCK mit dem Crowdfunding Erfolg hatte, verwundert nicht: Mit dem Projekt «Die Stadionbauer» generierte der Verein vor einigen Jahren fast 300'000 Franken an den Bau eines neuen Fussballstadions – ein Rekordwert für einen Sportverein. Inzwischen rollt der Ball wieder im Kleinfeld, auch wenn vorerst nur mit rund 850 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Treue Fans: Auch in der Corona-Krise konnte der SC Kriens auf die Fantreue zählen. 

Daniel Lütolf, Plattformleiter von funders.ch, freut sich über die Spendenerfolge. Er weiss: «Infolge der Coronakrise sind die Umsätze von vielen KMU massiv eingebrochen.» Besonders betroffen seien Kreative, Start-ups, Kleinunternehmer und Gastrobetriebe. Um die betroffenen Firmen möglichst schnell und unkompliziert zu unterstützen, hat funders.ch im März innert kurzer Zeit einen eigenen Corona-Channel aufgebaut (siehe Box). Davon profitiert hat auch ein Reisebüro im Bündner Ferienort Arosa.

Hilfe in den Bündner Bergen

SARS, 9/11, Finanzkrise 2008: Beat Künzler hat in den vergangenen 30 Jahren schon einige Krisen überstanden. «Aber so etwas wie dieses Jahr habe ich noch nie erlebt.» Die Pandemie und der Lockdown haben Künzler und sein Reisebüro Arotur in Arosa zum schlechtesten Zeitpunkt getroffen. Da ein grosser Teil der lokalen Bevölkerung im Tourismus arbeitet, gehen die Bündner traditionell zwischen Ende April und Mitte Juni in die Ferien. «Die Coronakrise hat uns zwischen 70 und 80 Prozent unseres Jahresumsatzes gekostet», bilanziert Künzler. Obwohl der Betrieb in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe, stand das KMU auf einmal vor dem Aus. Nächtelang habe er sich voller Sorgen im Bett gewälzt und nach einem möglichen Ausweg aus der Misere gesucht, erzählt Künzler. Irgendwann kam ihm die Idee, ein Crowdfunding zu starten. Hilfe fand er schliesslich in Luzern bei funders.ch.

Treue Kundschaft: Etwa 300 Personen unterstützten Arotur-Besitzer Beat Künzler (links im Bild).

Was dann geschah, kann der Geschäftsführer bis heute nicht so richtig glauben. «Die Resonanz auf unser Funders-Projekt war riesig.» Es dauerte nicht lange, bis die regionalen Medien auf die Aktion aufmerksam wurden und über das Crowdfunding des Reisebüros berichteten. Fast 300 Personen aus der Kundschaft und dem Freundeskreis haben das Reisebüro unterstützt und zusammen über 65'000 Franken gespendet. Noch heute kriegt Beat Künzler feuchte Augen, wenn er von der riesigen Solidarität spricht, die er erfahren hat. «Mit diesem Crowdfunding haben wir einen ganz wichtigen Schritt geschafft, um unseren Betrieb bis zur nächsten Buchungssaison über Wasser zu halten.» Beat Künzler möchte auch anderen Unternehmen Mut machen, ein Crowdfunding zu starten. «Ein solches Vorhaben kostet Zeit und auch einiges an Überwindung. Aber es lohnt sich.»

 

Aktion «Corona – Funders helfen»: Jeder Franken fliesst in die Projekte

Idee: Abgesagte Veranstaltungen, ausbleibende Kundschaft, geschlossene Lokale: Die Coronakrise hat viele Unternehmen hart getroffen. Mit der Aktion «Corona – Funders helfen» unterstützt funders.ch Crowdsupporting-Projekte für Unternehmen und Organisationen, die infolge der Krise mit fehlender Liquidität zu kämpfen haben.

Besonderheit: Um den Initianten jeden Unterstützungsfranken zur Verfügung stellen zu können, verzichtete die Plattform bei der Corona-Aktion auf die gewöhnliche Gebühr von 5 Prozent. Ausserdem wurde das übliche «Alles-oder-nichts-Prinzip» ausgesetzt: Da das zu erreichende Spendenziel bei sämtlichen Aktionen auf einen Franken herabgesetzt wurde, konnte jeder einzelne Spendenfranken ausbezahlt werden.

Projekte: Von über 100 Anfragen wurden 21 Projekte in die Finanzierungsphase gestellt. Die restlichen genügten nicht oder hatten mit Corona nichts zu tun. Es sind etwa 800 Mails hin- und herversendet worden.

Erfolg: Per Ende Juli wurden rund 150'000 Franken durch 1000 Unterstützer gesammelt.

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